Zahhlreiche Ehrungen bei den Lebensrettern

Ereignisreiches Jahr für die Feuerwehr Grabenstätt

+
ür seine 40-jährige treue Mitgliedschaft wurde Fritz Wiendl (Mitte) die Goldene Ehrennadel der Freiwilligen Feuerwehr Grabenstätt verliehen. Die Silberne Ehrennadel für 25-jährige treue Mitgliedschaft erhielten der ehemalige Kommandant Jürgen Richter (Zweiter von links vorne), Michael Holzmann (Zweiter von rechts) und Joseph Pfeilstetter (links). Es gratulierten 1. Vorstand Reinhard Meisinger (hinten rechts), 2. Vorstand Alexander Wiendl (hinten links) und Bürgermeister Georg Schützinger (rechts).

Grabenstätt - Die Freiwillige Feuerwehr Grabenstätt blickte im Gasthof zur Post auf ein ereignisreiches Jahr zurück und nahm einige Ehrungen vor. 

Als Dank und Anerkennung für 40 Jahre treue Mitgliedschaft erhielt das langjährige Vorstandsmitglied und Ehrenmitglied Fritz Wiendl die Goldene Ehrennadel der Grabenstätter Floriansjünger. Die Silberne Ehrennadel für 25-jährige treue Mitgliedschaft bekamen der ehemalige Kommandant Jürgen Richter, Michael Holzmann und Joseph Pfeilstetter überreicht. Hans Gandler konnte diese Ehrung nicht persönlich entgegennehmen. 

„2016 hatten wir 58 Einsätze abzuarbeiten, im Jahr zuvor waren es noch 75 Einsätze“, betonte Erster Kommandant Sven Lein und verwies unter anderem auf 16 Brand- und 26 THL-Einsätze sowie 15 sonstige Hilfeleistungen. Gleich mehrere Unwettereinsätze hatte man am 4. und 19. Juni zu absolvieren. Besondere Erwähnung fand auch ein Scheunenbrand am 13. Juli, bei dem sich die Nachlöscharbeiten bis zum nächsten Tag hinzogen. 

Durch die Gemeinde angeschafft wurden unter anderem vier neue PA-Geräte, eine Putzmaschine, ein Gefahrgut-Rollcontainer, eine Wärmebildkamera und ein PC. Insgesamt habe man 24 Übungen abgehalten, darunter auch Gemeinschaftsübungen mit den Feuerwehren Erlstätt und Holzhausen, so Lein. Der Aktivenstand liege derzeit bei 58 Feuerwehrdienstleistenden, darunter drei weibliche. 

Ein Sonderlob erhielten die „Gerätewartfamilie“ Seywald für die Arbeiten im Gerätehaus und Leins Vorgänger im Amt des 1. Kommandanten Jürgen Richter, der sich bei der Beschaffung des neuen LF20 große Verdienste erworben habe. Ein besonderer Dank galt allen Gruppenführern und der gesamten Mannschaft für die Teilnahme an Übungen, Lehrgängen und Einsätzen. 

Lehrgänge an der Feuerwehrschule absolvierten Christoph Lex und Sven Lein (Leiter einer Feuerwehr), Andreas Oberhuber und Jürgen Richter (Aufbau Lehrgang ATW) und Florian Sänger (Gruppenführer). Dazu kommen Lehrgänge auf Landkreisebene. Das THL-Leistungsabzeichen sei von einer Gruppe mit null Fehlern abgelegt worden, freute sich Lein. Ausbilder auf Landkreisebene sind Andreas Oberhuber, Jürgen Richter und Sven Lein (alle PA), Günter Seywald (Maschinist), Helmut Steinbeck (THL) und Sven Lein (Truppmann). 

Wie Jugendwart Thomas Dürrbeck mitteilte, sei die Zahl der Feuerwehranwärter von neun auf zwölf gestiegen. Neben einem Austritt gab es mit Sophia Lein, Julian Danzer, Paul Herschke und Ramiro Botschek vier Neuzugänge. „Im Vorjahr hatten wir 30 Termine, 22 davon waren Übungen“, so Dürrbeck. Höhepunkte seien der Kreisjugendfeuerwehrtag in Petting und der Wissenstest in Siegsdorf gewesen. Atemschutzwart Andreas Oberhuber berichtete von einem Personalstand von 26 PA-Trägern und 19 Mann mit CSA-Ausbildung, fünf Einsätzen, diversen Lehrgängen und Übungen. 

Verstärkung bekomme man mit Marco Messemer, der einen Lehrgang zum Atemschutzgerätewart absolvieren werde. Die „Helfer vor Ort“ (HVO) der Grabenstätter Feuerwehr absolvierten 53 Einsätze und damit neun weniger als im Vorjahr. „53 Mal waren wir also durchschnittlich fünf Minuten vor dem Rettungsdienst vor Ort, um das therapiefreie Intervall zu verkürzen und geeignete Erste Hilfemaßnahmen einzuleiten“, so HVO-Chef Holger Hübner. 

Er lobte seine 16-köpfige Mannschaft, die an Sam-, Sonn- und Feiertagen ganztägig und werktags von 18 bis 6 Uhr (Kerndienstzeiten) zum Einsatz bereitstehe. Vorstand Reinhard Meisinger bedankte sich bei seinen Vorstandskollegen, bei seinem Stellvertreter Alexander Wiendl, dem 1. Kommandanten Sven Lein und dem 2. Kommandanten Christoph Lex für die gute Zusammenarbeit. 

Ein Lob sprach er auch Bürgermeister Georg Schützinger und den Gemeinderäten aus, „die immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr haben“. Kreisbrandinspektor Georg König lobte die gute Ausbildung und die professionell abgearbeiteten Einsätze. Er gratulierte den Geehrten und Beförderten und appellierte abschließend an die aktiven Feuerwehrler: „Duats weiter so, das ist eine ganz eine bärige Sache in Grabenstätt, es wird wirklich gut gearbeitet“. 

Bürgermeister Schützinger schloss sich den Lobeshymnen an und freute sich über die „bei uns gut funktionierenden Feuerwehren, die 365 Tage im Jahr ehrenamtlich zur Hilfe zur Verfügung stehen“. Die Arbeit der Feuerwehr sei „nicht selbstverständlich“, man wisse dies sehr zu schätzen, betonte Pater Augustin und wünschte „alles Gute und Gottes Segen, möglichst wenig Einsätze und stets ein gesundes Heimkommen“. 

Beim Totengedenken gedachte man in besonderer Weise Max Wimmer, der 76 Jahre Vereinsmitglied gewesen ist. Im Rahmen der Terminvorschau verwies Meisinger auf das vereinseigene Dorffest am 5. August und einen Ausflug nach Prag am 21./22. Oktober. Der Blick richtete sich auch schon auf 2019, denn dann wird die Feuerwehr Grabenstätt ihr 150-jähriges Bestehen mit einer Festwoche feiern. Kassier Thomas Astner konnte erfreuliche Zahlen vermelden und stellte klar: „Im Hinblick auf unser Fest haben wir eine gute Basis“

mmü

Zurück zur Übersicht: Grabenstätt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser