Neubau der Rothgrabenbrücke läuft planmäßig

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Grabenstätt - Nachdem Hurrikan Gonzalo die Baustelle überflutete, können die Arbeiten an der Rothgrabenbrücke nun wieder aufgenommen werden. Das Ende ist bereits in Sicht:

Radfahrer, die derzeit das malerische Herbstwetter zu einer Chiemsee-Umrundung nutzen, werden am südöstlichsten Punkt zwischen Grabenstätt und Übersee über einen provisorischen Schotterweg samt „Behelfsbrücke“ umgeleitet und sparen sich damit auf der 57 Kilometer langen Strecke sogar ein paar Meter. Grund dafür ist der Neubau der Rothgrabenbrücke unter der Trägerschaft des Abwasser- und Umweltverbandes Chiemsee (AZV), der sich 2009 den Chiemsee Rund-  und Radweg durch Satzungsänderung zur Verbandsaufgabe gemacht hat.

Ex-Hurrikan Gonzalo erschwerte die Bauarbeiten

Die Bauarbeiten begannen bereits am 6. Oktober und sollen, so ist die Planung, Anfang Dezember abgeschlossen werden. Die alte Holzleimbinder-Konstruktion wird dabei von einer Stahlträgerkonstruktion mit Lerchenholzüberbau ersetzt und der Übergang aus Gründen der Verkehrssicherheit von 2,41 Meter auf drei Meter verbreitert. Ungeahnte Probleme bereitete den Bauarbeitern vor zwei Wochen Ex-Hurrikan Gonzalo, der für eine kurze aber heftige Hochwasser-Unterbrechung gesorgt hatte. Da der Kies der Behelfsüberfahrt fast komplett weggeschwemmt worden war, mussten die Radfahrer weiträumig über den Grabenstätter Ortsteil Winkl und den Achendamm umgeleitet werden. „Seit letzten Freitag ist die Furt aber wieder befahrbar“, so das Ingenieurbüro Dippold & Gerold in Prien.

Das Jahrhunderthochwasser hinterließ bleibende Schäden

Seit geraumer Zeit stand fest, dass für den in die Jahre gekommenen Steg ein Ersatzbau errichtet werden muss, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Im Zuge des Neubaus soll auch der Schaden, den das Jahrhunderthochwasser Anfang Juni 2013 am Brückenpfeiler angerichtet hatte, beseitigt werden. Da das Fundament ausgespült wurde, ist zur weiteren Sicherung unter anderem das Einrammen von längeren Spundwänden vorgesehen. Da diese Arbeiten nur im Rahmen der Bauarbeiten an der Rothgrabenbrücke möglich seien, packe man die beiden Maßnahmen gleichzeitig an, so der Überseer Bürgermeister Marc Nitschke.

Grabenstätt und Übersee teilen sich die Kosten

Im Zuge der Errichtung des Chiemsee-Rundweges wurde vor fast 25 Jahren nicht nur der Landrat-Leonhard-Schmucker-Steg über die Tiroler Ache fertiggestellt, sondern auch der besagte Radler-  und .Fußgänger-Steg über den Rothgraben gebaut. Damals einigte man sich darauf, dass die Gemeinden Grabenstätt und Übersee je zur Hälfte für den Unterhalt aufkommen. Deshalb wird man sich auch die voraussichtlichen Brutto-Kosten für den Brückenneubau in Höhe von 298.000 Euro teilen – inklusive Nebenkosten, abzüglich der von der Regierung von Oberbayern zu erwartenden Förderung und ohne Berücksichtigung der Kosten für die Beseitigung der Hochwasserschäden.

mmü

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