Strahlender Sonnenschein beim vierten Römermarsch

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Landkreis - Ganz schön ins Schwitzen kamen die fünf Römer beim Römermarsch entlang des Chiemseeufers. Viereinhalb Stunden und etliche Wasserblasen später erreichte man das Ziel:

Viele Fußgänger und Radfahrer staunten am vergangenen Samstag nicht schlecht, als ihnen auf dem Chiemsee-Uferweg zwischen Grabenstätt und Seebruck fünf stramm marschierende Römer in voller Montur begegneten. Angeführt von Legionär Quintus Tiberius Octavius alias Matthias Ziereis absolvierten die erfahrenen historischen Darsteller Manfred Mayer, Rupert Bauer, Otto Marx und Sabine Bauer die rund 13 Kilometer lange Strecke von Römermuseum zu Römermuseum.

„Alles Gute und gut Fuß“

Zuvor hatte Grabenstätts Bürgermeister Georg Schützinger die bestens gelaunten Römer vor dem 2012 eröffneten gemeindlichen Römermuseum begrüßt, sie noch bis zum Marktplatz begleitet und dann passend mit den Worten verabschiedet: „Alles Gute und gut Fuß“. Gute Füße sollten sie tatsächlich brauchen, denn nicht nur die schweißtreibenden Temperaturen machten ihnen schon bald zu schaffen, sondern auch das ziemlich schwere Marschgepäck. Am meisten aufgeladen hatte Manfred Mayer – etwa 35 Kilogramm an Bewaffnung und Ausrüstung sollten schon nach kurzer Zeit ihren Tribut fordern, weshalb man die Last kurzerhand auf mehrere Schultern verteilte. Auch von technischen Schwierigkeiten wie einem gerissenen Schwertgurt, einer defekten Dolchaufhängung und einer problematischen Schildbefestigung ließ man sich nicht lange aufhalten.

Als auf den letzten Kilometern auch noch die Wasserreserven zuneige gingen, legte man sogar noch einen Zahn zu, denn zu verlockend erschien die Brotzeit des Heimat- und Geschichtsvereins Bedaium vor dem Seebrucker Römermuseum. Nach viereinhalb Stunden war es dann endlich geschafft. „Es war sehr anstrengend, aber trotzdem wunderschön“, betonte Ziereis, dem Blasen an den Füßen zu schaffen machten. Vor allem auf den geteerten Wegen sei es mit den genagelten Sandalen und den Ledersohlen ziemlich schwierig gewesen.

Nächstes Jahr wird wieder marschiert

Als Wellness-Erholungsprogramm schwebte fast jedem Teilnehmer etwas anderes vor. „Ich lege mich jetzt erst mal eine Stunde in die Badewanne und dann gibt’s eine Massage“, verriet der rückengeplagte Legionär Mayer. Gut gestärkt waren sich die Teilnehmer aber schnell einig, sich im nächsten Jahr wieder auf den Weg zu machen. Insgesamt war es bereits der vierte Römermarsch. Nachdem man 2011 zweimal von Chieming nach Seebruck marschiert war, folgte 2012 ein Römermarsch auf der Herreninsel. Der diesjährige Marsch von Grabenstätt nach Seebruck sei von ihm und Dr. Alfons Regnauer, dem langjährigen Seebrucker Museumsleiter und Vorsitzenden des Bedaiumvereins, im Sommer noch genau durchgesprochen worden, erinnerte sich Ziereis. Die Ausführung erlebte Regnauer nicht mehr, er starb am 6. September völlig überraschend.

Hingucker des Tages: Römermarsch am Chiemseeufer

mmü

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