Aktuelles aus dem Gemeinderat

Wildes Parken und Hunde-Kot sorgen für Ärger in Grabenstätt

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In diesen Corona-Zeiten verbringen viele Menschen ihren Urlaub zuhause und besuchen gerne die heimischen Seen. Der Tüttensee zieht derzeit an schönen Sommertagen so viele Gäste an, dass trotz des neu hergerichteten Parkplatzes (alte Kiesgrube) offenbar nicht genügend Stellplätze zur Verfügung stehen (Bild stammt von einem ruhigen Tag). Die Folge ist wildes Parken am Straßenrand. Auch in den anstehenden Sommerferien könnte es dort wieder zu Problemen kommen.

Grabenstätt - Über das „wilde Parken“ der Tüttensee-Besucher entlang der Max-Buchfellner-Straße bis hin zum Tüttenseeholz ärgerte sich Josef Fleischmann (CSU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung und wollte wissen, ob das irgendwie kontrolliert und sanktioniert werde.

Gerade an schönen Sommertagen sei dort kaum ein Durchkommen, weil die Ausflügler und Badegäste trotz Verbotsschildern am Straßenrand parken würden. „Wir haben gehofft, dass wir das Problem mit dem im Vorjahr erweiterten Parkplatz in der alten Kiesgrube entschärfen können“, so Bürgermeister Gerhard Wirnshofer. Die Polizei schaue sich das dortige Parkverhalten in gewissen Abständen an, versicherte der gemeindliche Geschäftsleiter Peter Lex. Eine andere Möglichkeit, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung zu sanktionieren, wäre der Anschluss an den Zweckverband zur kommunalen Verkehrsüberwachung, so Lex.


Von einer „bodenlosen Frechheit“ sprach Franz Kreiler (Bürgergruppe) in Bezug auf die zahlreichen Hundebesitzer, die die Notdurft ihrer Tiere nicht aus den landwirtschaftlich genutzten Wiesen entfernen beziehungsweise sogar die gefüllten Hundekotbeutel einfach vor Ort liegen lassen. Alle Appelle in der Gemeindezeitung seien bisher offenbar ins Leere gelaufen, mahnte Kreiler an und brachte eine deutliche Erhöhung der Hundesteuer als mögliches Druckmittel ins Spiel. Monika Linner (Bürgergruppe) erinnerte daran, dass die Bäume am beliebten Eichberg-Rundweg mit Hundekottüten dekoriert würden. Von privater Seite sei schon einmal vorrübergehend ein Mülleimer zum Entsorgen aufgestellt worden. 

Bürgermeister Gerhard Wirnshofer meinte, dass man nicht alle Hundehalter über einen Kamm scheren dürfe, „es aber schwarze Schafe gibt“. Die Gemeinde werde im Gemeindeanzeiger weiterhin an die Vernunft der Hundebesitzer appellieren und hoffe auf eine zeitnahe Besserung. Was das Aufstellen von weiteren öffentlichen Hundetoiletten im Gemeindegebiet anbelange, müsse man auch Grenzen ziehen, so Lex. Auf private Initiative bereitgestellte Behälter könnten später nicht einfach auf die Gemeinde „abgewälzt“ werden. Die Bauhofmitarbeiter hätten auch noch andere Dinge zu tun, als ständig diese Eimer zu leeren, gab Wirnshofer zu bedenken. 

mmü

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