Bauernmarkt war gut besucht

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Grabenstätt - Trotz des nasskalten Wetters fanden viele Besucher ihren Weg zum Bauernmarkt. Mit Naturprodukten und kulinarischen Schmankerln war bestimmt für jeden etwas dabei.

Trotz nasskalten Wetters fanden sich zahlreiche Besucher am Marktplatz ein, um durch den einladenden Bauernmarkt zu schlendern und sich bei den Fieranten mit Naturprodukten und kulinarischen Schmankerln aus der Region einzudecken. Ein besonderer „Hingucker“ waren die Deko-Brettl des Gartenbauvereins Grabenstätt, die schon bald diverse Hauseingänge zieren werden. Gerhard Wimmer und Max Seeberger hatten sie in mühevoller Handarbeit erstellt. Gegen Mittag waren alle 21 Exemplare vergriffen und „es sind sogar schon Nachbestellugen eingegangen“, freute sich Wimmer, der sich zu jedem Bauernmarkt etwas Neues einfallen lässt. Ein Augenschmaus waren auch die kunstvoll angefertigten Heutiere von Veronika Parzinger aus Surberg, darunter Pferde, Bären, Hühner, Katzen, Schweine und Igel.

Besonders gerne fertige sie ihre Heu-Herzen an, verriet sie. Liebevoll Gesticktes, Gestricktes und Genähtes gab es bei Gerlinde Daxenberger. Beim Stand der Gärtnerei Schneck grünte und blühte es so sehr, dass das kälteste Frühjahr seit 1987 fast in Vergessenheit geriet. Nur die Tomaten- und Erdbeerpflanzen konnten ihre Sehnsucht nach Sonne und Wärme nur schwer verbergen. Das „Natur-Seifenparadies“ von Anneliese Kuhn aus Amerang bestach unter anderem mit Edelsteinseifen, Kuh-, Ziegen- und Schafmilchseifen, Shampoo-Seifen mit Bier, Eiern und Zitrone sowie Rasierseifen mit Tonerde. Gefragt waren auch die Weine, der Spargel und die Erdbeeren der Winzer-Familie Handrich aus der Pfälzer Partnergemeinde Meckenheim. Die Kartoffeln seien heuer leider nicht mehr rechtzeitig reif geworden, bedauerte Jürgen Handrich. Wem nach etwas Deftigerem war, den zog es zu den schmackhaften Fleisch- und Wurstwaren des Bernauer Sepp´n Bauers oder zu den verlockenden „Wurstspezialitäten vom Wochenmarkt“ der Familie Münsterer.

Alternativ zum Verdauungsspaziergang gab es bei Walburga Berger aus Kammer einen Verdauungsschnaps. Im Angebot hatte sie selbstgebrannte Obstbrände, Liköre und Moste sowie diverse Säfte und Brotaufstriche. Hoch im Kurs standen auch die Chiemgauer Freilandeier und facettenreichen Nudeln vom Langenspacher Hof der Familie Hennes, der selbstgemachte Käse von Irmgard Bauer aus Waging sowie der Blüten- und Waldhonig des Grabenstätter Imkers Hans Lohwieser. Das kalte Frühjahr macht auch seinen Bienen schwer zu schaffen. „Der Blütenhonig fällt heuer ganz aus, jetzt hoffen wir auf den Waldhonig“, so Bienenflüsterer Lohwieser. Früh aufstehen musste, wer eine der begehrten Marwanger Quellwasserforellen von Hans Biller abbekommen wollte.

Bauernmarkt zur Irisblüte in Grabenstätt

In Ruhe ausschlafen konnten nur diejenigen, die in weiser Vorahnung vorbestellt hatten. Bei den Ortsbäuerinnen um Christl Stefanutti und Resi Schmid gab es selbstgebackene Kuchen und Schmalzgebackenes. Die Kinder durften beim Gartenbauverein bunte Papierwindräder basteln. Anschließend begaben sie sich mit Irmelind Klüglein auf eine unterhaltsame Natur-Märchenwanderung, bei der es nicht nur blaue Schwertlilien zu bewundern gab. Nach den Märchen kam der Hunger. Abhilfe schaffte hier Christine Heitauers Kinderprogramm, wo Mozzarella hergestellt und genüsslich verspeist wurde. Über zu wenig Publikum konnten sich auch deren Zwergküken nicht beklagen. Selbst neugierige Hundeblicke brachten sie sich nicht aus der Ruhe. Musikalisch untermalt wurde der Markt von den Flötenkindern des Musikvereins.

Die Gemeinde und das Ökomodell Achental veranstalten heuer noch den Bauernmarkt zu Maria Himmelfahrt am 17. August und den Bauernmarkt zu Erntedank am 28. September.

mmü

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