Bernauer klagen über Lärmbelästigung bei Arbeiten der Bahn

Bahnbau bedeutet Ärger für Anwohner

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Bernau - Die Bernauer beklagen die anhaltende Lärmbelästigung während der Bauarbeiten an den Bahngleisen. Ein paar Monate war es ruhig, jetzt geht's wieder los.

Lesen Sie hier den Originalartikel aus der Chiemgau-Zeitung:

Je größer die Baumaschine, desto lauter die Warnsignale

Seit Monaten baut die Bahn an der Strecke Rosenheim-Salzburg. Zwischendurch war es winterbedingt einige Zeit ruhig. Inzwischen sind die Arbeiten wieder angelaufen (wir berichteten). Das geht nicht geräuschlos - zum Leidwesen mancher Nachbarn.

"Als direkter Anwohner an den Gleisen bin ich dadurch einer ziemlich Lärmbelästigung ausgesetzt. Dies ist aber nicht das Problem. Das Problem sind die Warnhupen an der Baustelle, die die Arbeiter vor Zügen warnen sollen", klagte dieser Tage ein Benauer in einer Mail an die Redaktion der Chiemgau-Zeitung.

"Diese Hupen sind deutlich zu laut und stellen dadurch nicht nur eine Belästigung dar. Die Lautstärke hat Formen angenommen, die man gar als Körperverletzung bezeichnen kann. Spazieren gehen in der Nähe des Bahnhofs ist unmöglich geworden, da es in den Ohren wirklich schmerzt. Mir ist sehr wohl bewusst, dass eine Warnung für die Arbeiter von Nöten ist. Aber es muss eine andere Lösung geben", schreibt der Anwohner. Er verweist darauf, dass im Herbst vergangenen Jahres an gleicher Stelle andere, leisere Hupen verwendet worden waren.

Die Bahn hat den Einsatz lauterer Warnhupen auf Anfrage jetzt so erklärt: "Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten kommt ein so genanntes Automatisches Warnsystem (AWS) zum Schutz der Bauarbeiter zum Einsatz. Die Lautstärke der Warnsignale ist nicht willkürlich eingestellt. Vielmehr sind hierbei behördliche Vorgaben zu beachten. Demnach muss das Signal die Geräusche der lautesten Baumaschine übertönen", so eine Bahnsprecherin. Das Warnsignal werde durch den Zug ausgelöst.

Derzeit werde im südlichen Gleis gebaut. "Die Lautsprecher sind in Richtung der Bauarbeiter ausgerichtet. Die Lautstärke kann daher, je nach Bauphase, unterschiedlich wahrnehmbar sein", erläuterte die Sprecherin weiter.

re/db/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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