Größer und gemütlicher

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Blaue Flächen markieren die Stellen, an denen Stände vorgesehen sind. Gedacht ist unter anderem an zwei größere Blöcke mit mehreren Buden am Zugang zum Marktplatz von der Schulstraße aus und vor dem Kronasthaus. Erstmals sollen auch zwischen Pfarrkirche und Luk-Läden Buden stehen.

Prien - Der 31. Priener Christkindlmarkt soll größer und gemütlicher werden als seine Vorgänger. Das hat sich die Priener Tourismus GmbH (PTG) zum Ziel gesetzt.

Ihr Konzept, das im Tourismusausschuss des Marktgemeinderats jetzt viel Lob und Anerkennung fand, sieht unter anderem mehr und eine andere Anordnung der Buden, ein breiteres Rahmenprogramm und eine einheitliche Beleuchtung des Ortszentrums vor.

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Umzug wäre zu teuer

Seit der Verband Priener Unternehmer (VPU), der bisherige Ausrichter des Marktes, seine Pläne zur Verlegung in den Wendelsteinpark wegen des finanziellen Risikos ad acta gelegt und die Organisation auch gleich an die PTG abgetreten hat, arbeiten Geschäftsführer Ferdinand Reb und seine Mitarbeiter an Veränderungen und Verbesserungen. Den aktuellen Stand stellte Reb jetzt im Tourismusausschuss vor.

40 Fieranten haben sich bisher beworben, die meisten von ihnen passen ins Konzept eines Marktes, auf dem vor allem kunsthandwerkliche und kulinarische Waren feilgeboten werden sollen. Das heißt, er könnte heuer bereits größer werden als zuletzt.

Der Haken: Die 14 Buden, die dem VPU gehören, sind laut Reb nur bedingt brauchbar und ohnehin zu wenige. Neun der bisher angemeldeten Fieranten verfügen über eigene Hütten. Etwa zehn zusätzliche müssten angeschafft werden, was rund 15.000 Euro kosten dürfte.

Um mehr Bewegung in den Markt zu bringen, sollen die Stände anders angeordnet werden (siehe Grafik). Kernpunkt des Konzepts sind zwei Blöcke am Haupteingang und vor dem Kronasthaus - das Reb zufolge rechtzeitig vor der Adventszeit wieder geöffnet werden soll - sowie zusätzliche Buden zwischen Pfarrkirche und Luk-Läden. So wird erstens ein Rundgang im wahren Sinn des Wortes möglich, der durch entsprechende Beleuchtung kenntlich gemacht werden soll, zweitens verschwinden die Lagerplätze der Fieranten zwischen den Budenblöcken aus dem Blickfeld der Gäste und drittens bleiben die Schaufenster der Geschäfte frei zugänglich. Die Terrasse des Café "Heider" soll ebenfalls ins Marktgeschehen eingebunden werden.

Die PTG verhandelt derzeit auch über den Kauf einer größeren und besser ausgestatteten Bühne. Auf ihr sollen besonders auch Schulen und Kindergärten Auftrittsmöglichkeiten bekommen. Alle Überlegungen stehen unter dem Motto "Ein Markt von Prienern für Priener" - dann kommen auch die Gäste aus dem Umland, sind sich die Organisatoren sicher. Gespräche mit Schulen und Kindergärten über mögliche Programmpunkte sind bereits angelaufen.

Drei zusätzliche Attraktionen stehen schon fest. Zum einen wird es einen kleinen Streichelzoo neben dem Heimatmuseum geben, zum anderen eine 20 Meter lange Holzkegelbahn. Außerdem ist ein alpenländisches Adventssingen am Samstag, 19. Dezember, in der Pfarrkirche in Vorbereitung.

Reb kündigte weiter an, dass die Öffnungszeiten ausgeweitet werden. Der Markt soll an den vier Adventswochenenden jeweils freitags bis sonntags von 11 bis 21 Uhr geöffnet haben.

Aus dem Gremium erntete der PTG-Chef viel Lob und Anerkennung für sein Konzept, das in nur vier Wochen entstanden ist. Bürgermeister Jürgen Seifert kommentierte unter anderem, dass Qualität über Ideen und nicht über Kosten entstehe. Auch Joachim Bensemann (FW: "Ganz toll, Lob und Anerkennung") und Werner Waap (BfP: "Ich bin schwer beeindruckt, das bringt viel Atmosphäre mit einfachen Mitteln") zollten Reb Respekt. Der fügte noch hinzu, dass die Planung finanziell auf "plus-minus Null" ausgerichtet sei.

In einem waren sich Ausschussmitglieder und PTG-Chef einig: Eine einheitliche Beleuchtung der Gebäude rund um den Maktplatz würde immens viel zur Verbesserung der Atmosphäre beitragen. Dazu braucht es allerdings die Unterstützung der Hausbewohner. Andreas Neuer (CSU) appellierte, die Gemeinde müsse "mit unseren Häusern vorangehen", also zum Beispiel Haus des Gastes und Galerie entsprechend ausstatten.

re/Chiemgau-Zeitung

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