Größere Kleiderkammer

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Die Kleiderkammer ist jetzt größer - auch zur Freude von Bürgermeister Marc Nitschke, Burgi Häckl, Erika Stefanutti, Marietta Geppert, Uschi Geiger und MdL Klaus Steiner (von links).

Übersee - Erst im März hatten drei der ehrenamtlichen Familienhelferinnen von Übersee mit der knapp 40 Quadratmeter großen "Kleiderkammer" im alten Schulhaus ein neues Angebot aus der Taufe gehoben. Jetzt ist das Sozialprojekt für Familien mit Bedarf auf Grund räumlicher Engpässe in einen doppelt so großen Nachbarraum umgezogen.

Die Kleiderkammer klappt dank des ehrenamtlichen Engagements von Burgi Häckel, Uschi Geiger und Marietta Geppert ganz ohne Bürokratie. Gespendete, gebrauchte Kinderkleider landen in der Kammer und werden dort kostenfrei an Familien abgegeben. Ein Nachweis der Bedürftigkeit wird nicht verlangt.

Nach einem zögerlichen Beginn hatten sich Spenden und Nachfragen rasant vergrößert. "Schon bald stießen wir an unsere Grenzen, denn die Raumnot wurde immer größer", berichtete Familienhelferin Geiger. Wieder hatte Bürgermeister Marc Nitschke ein offenes Ohr für das engagierte Trio und stellte ihnen einen rund 80 Quadratmeter großen ehemaligen Klassenraum im alten Schulhaus zur Verfügung. Der Raum wurde hergerichtet, mit passgerechten Regalen versehen und präsentiert sich nun hell, freundlich und übersichtlich.

Das breit gefächerte Angebot reicht von Baby- bis zur Teenager-Bekleidung, vereinzelt sind auch ein paar Teile für Erwachsene dabei. Angeboten werden auch Bettwäsche, Handtücher, Kinderwagen, Babynahrung, Babywippen, Schulranzen, Spielzeug, Schuhe und vieles mehr.

"Unsere Kunden werden beraten und bedient wie in einer Boutique", erklärt Erika Stefanutti, Leiterin des Helferkreises, dem die Familienhelferinnen angeschlossen sind, nicht ohne Stolz. Inzwischen könne man auch den gelegentlichen Bedarf des Jugendamtes Traunstein für Familien außerhalb von Übersee decken.

Hocherfreut zeigte sich auch Bürgermeister Nitschke, der die Kleiderkammer "ein Vorzeigeprojekt für die ganze Region" nannte. Ein ähnliches, von der Diakonie betriebenes Projekt gebe es nur in Traunstein.

Beeindruckt von der neuen Kleiderkammer war auch der Landtagsabgeordnete Klaus Steiner. Da die Zahl der Kinder in materieller Not ständig wachse, sei nach seinem Dafürhalten auch auf Landkreisebene ein behördlicher und politischer Anschub für solche Einrichtungen vonnöten.

"Die Einrichtung einer Kleiderkammer in Übersee heißt nicht, dass wir ein Problem-Ort sind", war Stefanutti um Klärung falscher Vermutungen bemüht. "Hier wird nur sofort und ohne Umschweife geholfen."

Die Kleiderkammer ist freitags von 15 bis 16 Uhr für die Warenannahme und -abgabe geöffnet. Angenommen werden ausschließlich gewaschene, fleckenfreie und nach Größen sortierte Kleidung.

vd/Chiemgau-Zeitung

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