Großes Interesse an neuer Chiemgau-Arena

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Ruhpolding - Weit über tausend Besucher kamen voller Vorfreude auf den Weltcup im Januar zum Tag der offenen Tür im Ruhpoldinger Biathlonstadion.

Die Chiemgauer Bevölkerung sieht erwartungsvoll dem kommenden Biathlon-Weltcup im Januar 2011 und der Weltmeisterschaft 2012 in der neuen Chiemgau-Arena in Ruhpolding entgegen. Diesen Eindruck vermittelte der Tag der offenen Tür, den die Gemeinde und die Stadionleitung am gestrigen Sonntag veranstaltet hatten. Weit über tausend Besucher waren gekommen, um sich die Einrichtungen vorstellen zu lassen und die Strecken zu begutachten.

Ein gutes Dutzend Helfer, unter ihnen Bürgermeister Claus Pichler und Stadionleiter Engelbert Schweiger, führten die Gruppen durch das neue Hauptgebäude mit dem Pressezentrum und das Funktionsgebäude mit den Räumen für den Sport, den Weltverband und die Auswertung sowie – auf dem Flachdach - der Plattform fürs Fernsehen. Am Schießstand konnten die Interessenten ihre Schießkünste ausprobieren, viele Hobbylangläufer testeten die Strecken, und auch der Schanzenlift war die gesamte Zeit über besetzt, denn von oben hatte man einen prächtigen Blick auf die tiefverschneite Arena, in der das große VIP-Zelt fast fertig aufgebaut ist.

Stadionleiter Engelbert Schweiger legt Wert auf die Feststellung, dass man für den Weltcup in wenigen Wochen „kein fertiges, aber ein funktionsfähiges Stadion“ vorweisen könne. Und so sahen die Besucher zum Beispiel den noch nicht möblierten Raum für die Presse, in dem bis zu 180 Journalisten bald perfekte Arbeitsbedingungen vorfinden sollen. Die Stahlrohrgerüste in der Arena verdecken – vom Schießstand aus gesehen – fast das Hauptgebäude, über das nur mehr das Dach hinausragt. Beeindruckt zeigten sie sich auch vom großen Haupteingang, über den die Zuschauer je nach Ticket zu ihrem Platz im Stadion gelangen. Über diesen führt die Wettkampfloipe, die am Schießstandberg erheblich verändert wurde. So brauchen die Sportler nicht mehr die bisher berüchtigte „Wand“ hinaufzuskaten, sondern fahren auf dieser ab.

Chiemgau-Arena: Tag der offenen Tür

Spektakulär ist am neuen Eingang Ost – der in 1,5 km Fußmarsch vom Holzknechtmuseum zu erreichen ist – die bisher „Schoadhaufennock“ genannte Schleife, von der es wieder zurückgeht in Richtung Stadion. Alois Reiter, dem stellvertretenden Stadionleiter, ist vor allem aufgefallen, dass die Besucher wissen wollten, warum vom bisherigen Gebäude nichts verwendet werden konnte. Darauf und auf viele andere Fragen hatten die Betreuer begründete Antworten parat.

Ansonsten zeigten sich die Besucher vor allem beeindruckt von dem, was in dieser kurzen Bauzeit geschaffen worden ist. Die Chiemgau-Arena präsentierte sich bei diesem Tag der offenen Tür als triefverschneites Gelände, wozu nicht nur die ausgiebigen Schneefälle der letzten Tage, sondern auch die 13 Schneeerzeuger beigetragen haben. Auch wenn manches noch eine Baustelle ist, ist Stadionleiter Engelbert Schweiger felsenfest davon überzeugt, dass bis zum Weltcup alles Nötige geschaffen ist.

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