Grünes Licht für den Bti-Einsatz

Übersee - Die von Mücken geplagten Bürger von Übersee können aufatmen: Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend die Finanzierung von weiteren Bti-Einsätzen genehmigt.

Die Finanzierung ist in der vergangenen Woche von den Bürgermeistern von zehn Chiemseegemeinden festgelegt worden. Zuvor hatte Bürgermeister Marc Nitschke das Gremium über den seit langem erhoff-ten positiven Bescheid der Regierung von Oberbayern informiert. Danach darf das Mückenbekämpfungsmittel Bti (Bacillus thuringiensis israelensis) künftig zweimal (bisher nur einmal) und auch erstmals über 45 Hektar Randgebiet auf Überseer Areal im Naturschutzgebiet ausgebracht werden. Auch weitere strenge Vorschriften wie ein erforderlicher Pegelstand in Seebruck und eine Mindestanzahl von Mückenlarven in einer Maßeinheit, wurden gelockert.

Mückenbekämpfung am Chiemsee

Um für einen nunmehr erlaubten, möglichen zweiten Bti-Einsatz - der erste er-folgte bereits im Juni - gerüstet zu sein, hatten sich die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden des federführenden Abwasser- und Umweltverbandes (AZV) auf die notwendigen finanziellen Voraussetzungen geeinigt. Die sollen nun zeitnah von den Gemeinderäten der Anlie-gerkommunen bestätigt werden.

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Bisher war die Einwohnerzahl einer Gemeinde zu 80 und ihre Fläche zu 20 Pro-zent maßgeblich bei der Berechnung der Kostenanteile. Künftig sollen die Beiträge der Kommunen an der Bti-Aktion nach dem Verteilerschlüssel 70 zu 30 Prozent errechnet werden. Damit soll eine größere Gerechtigkeit im Verbund erreicht werden, denn die flächenmäßig großen Gemeinden Übersee und Grabenstätt profitieren am meisten von der Neuregelung (über weitere Themen in der Sitzung berichten wir noch). vd

Rubriklistenbild: © tj

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