Gemeinderat Gstadt stimmt geänderter Planung für Bau in Breitbrunn zu

Grünes Licht für größere Halle

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Durch die Verlängerung der Halle um drei auf 30 Meter kann im Untergeschoss ein Gymnastikraum (links unten) entstehen.

Gstadt/Gollenshausen - Nach dem Gemeinderat Breitbrunn hat nun auch das Gremium in Gstadt dem erweiterten Entwurf zum Bau der gemeinsamen Mehrzweckhalle in Breitbrunn zugestimmt.

Mit einer Gegenstimme gab das Gremium im Gemeindehaus Gollenshausen grünes Licht für die Verlängerung der Halle um drei auf 30 Meter. Dadurch kann im Untergeschoss zusätzlich ein Gymnastikraum entstehen. Die Breite bleibt mit 15 Metern unverändert.

Kämmerer Thomas Wagner, zugleich stellvertretender Vorstand des "gemeinsamen Kommunalunternehmens ("gKU") Breitbrunn-Gstadt, das für Planung, Bau und Betrieb der Mehrzweckhalle zuständig ist, erläuterte erstmals in einer öffentlichen Sitzung den erweiterten Entwurf des Büros "Lechner + Lechner".

Möglichkeiten jetzt vollends ausgereizt

Wagner machte deutlich, dass mit der überarbeiteten Planung die räumlichen Möglichkeiten nun vollends ausgereizt sind. Eine Halle mit einem noch größeren Volumen sei aufgrund der Grundstücksgröße nicht möglich. "Die Abstandsflächen müssen eingehalten werden."

Um die notwendigen Parkplätze darstellen zu können, laufen Wagner zufolge derzeit Verhandlungen, die Pachtverträge für die Grundstücke zu verlängern, auf denen momentan die Stellplätze des Sportplatzes ausgewiesen sind.

Kosten können um 30 Prozent schwanken

Die Kosten für die aktuelle Entwurfsplanung werden nach Angaben des Kämmerers auf 3,157 Millionen Euro geschätzt. Sie könnten aber noch um 30 Prozent, also fast eine Million, nach oben oder unten abweichen, weil bisher noch keine Fachplaner für das Projekt mit eingebunden worden seien.

Wagner erinnerte daran, dass dem "gKU" für den Bau der Halle drei Millionen Euro Stammkapital zur Verfügung stehen - zwei von der Gemeinde Breitbrunn und eine Million aus Gstadt.

Erst nach der Einarbeitung der Verbesserungsvorschläge der Vereine und Beauftragung der Projektanten könne eine weitere Kostenschätzung erstellt werden.

Mit einer Gegenstimme von Dritter Bürgermeisterin Gabi Noichl (Bürgerliste) gab das Gremium grünes Licht, die Planung auf der Grundlage der Erweiterung fortzusetzen. Das Gremium war mehrheitlich der Ansicht, dass die sportlichen Belange ausreichend berücksichtigt seien.

Für Noichl war dieser Beschluss zu eilig. "Warum jetzt im Hauruckverfahren, nachdem seit mehreren Jahrzehnten auf die Halle hingearbeitet worden ist?", wunderte sich die Dritte Bürgermeisterin.

Ihr ging es besonders um die Sicherung der Parkplätze für die Halle. Gerhard Heindl (Unparteiische Wählergemeinschaft) stimmte ihr in diesem Punkt zu: "Erst Sicherung der Parkplätze, sonst kein Baubeginn."

Mehrheit: Interessen nun alle berücksichtigt

Georg Anderl (Bürgerliste) ging auf die Kritik von Bürgermeister Bernhard Hainz am Förderverein "Sportförderung Mehrzweckhalle Breitbrunn" ein, der nach Hainz Ansicht "bis jetzt keine Gegenleistung erbracht hat".

Anderl argumentierte, dass der Verein zusätzlich doch etwas herausgeholt habe, so einen Gymnastikraum.

Das Gremium war mehrheitlich der Meinung, dass jetzt alle Interessen wirklich berücksichtigt seien und das neue Konzept auf den Weg gebracht werden soll.

th/Chiemgau-Zeitung

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