Bauherr darf nicht sechs, sondern nur zwei Gebäude errichten

Grünes Licht für Ferienhaus-Projekt

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Ferienblockhäuser errichtet Dritter Bürgermeister Georg Oberloher in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinem Hof auf der Ratzinger Höhe.

Rimsting - Der dritte Bürgermeister Georg Oberloher darf seine Ferienblockhäuser neben seinem Hof bauen. Er muss allerdings große Abstriche hinnehmen.

Grünes Licht bekommt Dritter Bürgermeister Georg Oberloher für den Bau der Ferienblockhäuser, die er in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinem Hof auf der Ratzinger Höhe plant. Allerdings muss er große Abstriche hinnehmen: Er darf nicht, wie von ihm ursprünglich beabsichtigt, sechs, sonden nur zwei Blockhäuser errichten und dann im Rahmen von "Urlaub auf dem Bauernhof" als Ferienwohnungen an Gäste vermieten.

Bereits im November 2011 hatte Oberloher eine Bauanfrage zur Errichtung von sechs Ferienblockhäusern bei seinem Bauernhof in Hitzing 2 auf der Ratzinger Höhe gestellt. Der Gemeinderat habe, wie Bürgermeister Josef Mayer jetzt in der jüngsten Sitzung erinnerte, nach einer Ortseinsicht der Bauanfrage zugestimmt. Die Bedingung: Die landwirtschaftliche Privilegierung in dieser Außenbereichslage wird eindeutig festgestellt - was mittlerweile der Fall ist.

Der Dritte Bürgermeister stellte schließlich einen Bauantrag. Der Gemeinderat befürwortete ihn in seiner jüngsten Sitzung. Der Bauantrag wird nun dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt. Nach all den Abstimmungen im Vorfeld ist ein Okay zu erwarten.

Von einem "sehr schwierigen und langwierigen Weg" sprach Oberloher im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Er habe einen jahrlangen "Kampf" mit den Behörden führen müssen, um eine Genehmigung des Bauvorhabens in dieser exponierten Lage in der Landschaft zu bekommen. Sogar die Regierung von Oberbayern sei mehrmals eingeschaltet worden.

Oberloher will das touristische Angebot auf seinem Bauernhof in Hitzing verbessern und sich ein zweites Standbein für den Erhalt des landwirtschaftlichen Betriebes schaffen. So plane er, wie er berichtete, statt seinen landwirtschaftlichen Betrieb zu erweitern nun in den bestehenden Einkommensbereich "Urlaub auf dem Bauernhof" zu investieren.

Mayer erläuterte, dass das Landratsamt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Sach- und Rechtslage genau geprüft und einen positiven Vorbescheid erteilt habe. Allerdings habe die Behörde nur eine Genehmigung für die Errichtung von zwei Ferienblockhäusern in Aussicht gestellt. Außerdem habe sie eine ganze Reihe von Auflagen erteilt, so Mayer weiter. Als wichtigste nannte der Bürgermeister die Forderung, die Häuser ausschließlich als Ferienwohnungen im Sinne von "Urlaub auf dem Bauernhof" zu nutzen. Außerdem darf die Erschließung nur über Fußwege erfolgen. Einer Zufahrt für Pkw und der Anlage von Stellplätzen an den Ferienblockhäusern werde das Landratsamt aus Sicht des Naturschutzes nicht zustimmen.

Die Blockhäuser dürfen maximal 60 Quadratmeter groß sein und müssen durch die Pflanzung von Obstbäumen wirksam in die Landschaft eingebunden werden. Die Häuser seien so zu gestalten, dass das Erscheinungsbild des landwirtschaftlichen Betriebes gewahrt bleibe.

Georg Heindl (CSU) fragte, warum das Landratsamt denn nur zwei Blockhäuser für genehmigungsfähig halte. Mayer entgegnete ihm, dass die Blockhäuser dem Bauernhof untergeordnet sein müssten. Johann Nussbaum (UWG) sagte, nachdem die Privilegierung feststehe, könne man guten Gewissens zustimmen.

Auf die Frage der Chiemgau-Zeitung nach der Fertigstellung erklärte Oberloher, dass er - wenn die Baugenehmigung vorliegt - nach Möglichkeit bereits im März mit dem Bau der Häuser beginne. Sie werden dann seinen Angaben zufolge voraussichtlich schon zur Saison in diesem Jahr für "Urlaub auf dem Bauernhof" zur Verfügung stehen.

th/Chiemgau Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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