Grundschule: Bald geht es hoch her

Aschau - Die Grundschule Aschau bekommt im kommenden Schuljahr eine Mittagsbetreuung. Das hat jetzt der Gemeinderat entschieden.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, für die Aschauer Grundschüler im Schuljahr 2010/11 eine Mittagsbetreuung an Schultagen von Montag bis Freitag jeweils von Unterrichtsende bis 14 Uhr einzurichten.

Da keine eigenen Kräfte für diese Aufgabe zur Verfügung stehen, beschloss das Gremium, den Betrieb der Diakonie zu übertragen; dabei forderte der Gemeinderat, im Vertrag mit der Diakonie ein Mitspracherecht der Gemeinde bei Personalentscheidungen zu vereinbaren. Für die Mittagsbetreuung sollen Haushaltsmittel bis zu einem Maximalbetrag in Höhe von 10.000 Euro im nächsten Haushalt bereit gestellt werden. Die Verwaltung wurde ermächtigt, alle weiterführenden Einzelheiten - wie die Aufnahmekriterien oder das Anbieten von Mittagessen - in eigener Zuständigkeit mit dem Vertragspartner zu regeln und alle erforderlichen Schritte zu veranlassen, um die Betriebsaufnahme der Mittagsbetreuung zum Beginn des neuen Schuljahres 2010/11 im September zu ermöglichen.

Bei einer Bedarfsermittlung der Grundschule Aschau gaben 24 Eltern an, dass sie jeden Tag Bedarf für die Betreuung ihrer Kinder hätten, fünf weitere Eltern meldeten Bedarf an, jedoch nicht täglich, zwei weitere würden ihre Kinder aus dem Hort in die Mittagsbetreuung ummelden. Damit entstehe in Aschau ein Bedarf von rund 30 Kindern, die Gemeinde sei verpflichtet, diesen Bedarf abzudecken, so Bürgermeister Werner Weyerer.

Die Schule würde für die Einrichtung einer Mittagsbetreuung das bisherige "Religionszimmer" im Altbau zur Verfügung stellen. Haushaltsmittel für diese Maßnahme stehen aktuell nicht zur Verfügung, auch die Zuschusslage ist zunächst prekär: die Frist zur Einreichung des Antrags auf staatliche Förderung ist abgelaufen. Weitere Anträge können nur berücksichtigt werden, falls entsprechende Haushaltsmittel für die Mittagsbetreuung zur Verfügung stehen. Die Verwaltung ist sich jedoch sicher, diese Maßnahme befriedigend für alle Seiten durchführen und die notwendigen Gelder bereit stellen zu können.

"Die Entscheidung, ob eine Mittagsbetreuung eingerichtet werden soll oder nicht, ist sowohl eine politische als auch eine finanzielle", so Bürgermeister Weyerer, "der Gemeinderat muss sich deutlich positionieren, ob sich Aschau im Hinblick auf den demografischen Wandel auch künftig als eine familienfreundliche Gemeinde präsentieren will. Wenn ja, hat das auch finanzielle Konsequenzen".

Die Leiterin des gemeindlichen Kinderhortes Villa Kunterbunt, Susanna Metzler-Kolbeck, trug dem Gemeinderat den Jahresbericht 2009/10 vor und lud alle zu einem Besuch oder zur aktiven Mitarbeit im Hort an einem Tag ihrer Wahl ein.

Die Ferienzeit ist in der Aschauer Grundschule mit vielen Arbeiten verbunden. Es ist vorgesehen, nach und nach das Mobiliar in allen Klassenzimmern zu erneuern. Einige Zimmer wurden bereits in den Vorjahren ausgestattet. In diesem Jahr sollen drei Klassenzimmer mit 23 Doppeltischen, acht Einzeltischen und 54 Stühlen neu möbliert werden, defekte alte Möbel werden entsorgt. Die Kosten betragen rund 8400 Euro; die über den Haushaltsansatz von 5000 Euro hinausgehenden Kosten sind durch die Einsparungen bei der EDV-Ausstattung gedeckt.

Die Umgestaltung des südseitigen Pausenhofes wird seit vielen Jahren diskutiert. Gerhard Hajer hat dazu ehrenamtlich einen Gestaltungsvorschlag entworfen, der die uneingeschränkte Zustimmung der Schule und des Elternbeirats findet. Er stellte dem Gemeinderat die Planung im Detail vor, auch die Gemeinderäte waren von den positiven Veränderungen für die triste Hoffläche angetan. Auch diese Arbeiten sollen unmittelbar mit Ferienbeginn begonnen werden. Es ist vorgesehen, die mittige Schotterrasenfläche durch den Bauhof herstellen zu lassen. Der Elternbeirat verfügt über rund 5000 Euro, die für Spielgeräte in diesem Bereich investiert werden sollen. In den kommenden Jahren sollen je nach Finanzlage oder Spendenaufkommen Schritt für Schritt weitere Abschnitte erstellt werden, so dass in absehbarer Zeit hier eine deutliche Verbesserung erzielt werden kann. Bürgermeister Weyerer dankte dem Elternbeirat und Gerhard Hajer für die große Unterstützung dieses Projekts.

reh/Oberbayerisches Volksblatt

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