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1240 Jahre Klostergeschichte

Aus dem Murnerhaus wird die Mattisburg

Beim Studium der Pläne für die Mattisburg in Mitterndorf: Schwester Elisabeth Barlage, als Cellerarin die kaufmännische Leiterin des Klosters.
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Beim Studium der Pläne für die Mattisburg in Mitterndorf: Schwester Elisabeth Barlage, als Cellerarin die kaufmännische Leiterin des Klosters.

Gstadt/Frauenchiemsee – Die Benediktinerinnen auf Frauenchiemsee – das sind 1240 Jahre Klostergeschichte.

782 wurde eines der ersten Nonnenklöster Bayerns auf der Fraueninsel im Chiemsee gegründet. Das Murnerhaus auf dem Landgut Mitterndorf, das jetzt zu einer „Mattisburg“ für Kinder in Not umgebaut wird, gehörte „erst“ seit 1930 zur Abtei Frauenwörth.

Zuvor hatte das Kloster ein wechselhaftes 19. Jahrhundert hinter sich. Nach der Säkularisation 1803, die den Verlust der Besitzungen bedeutete, war das bei der Wiedereröffnung des Klosters 1838 gegründete Pensionat auf immer größere Resonanz gestoßen.

1874 waren es beispielsweise schon 86 Schülerinnen auf der Insel. „So musste zum wirtschaftlichen Erhalt nach klostereigenen landwirtschaftlichen Betrieben Ausschau gehalten werden“, erklärt Schwester Magdalena Schütz, die Klosterarchivarin auf Frauenchiemsee.

Die jüngere Geschichte der Klostergüter in Mitterndorf fasst Schwester Magdalena so zusammen:

1930 – Dank der großzügigen Unterstützung von Baron Cramer Klett aus Hohen aschau kann das Kloster das Landgut Mitterndorf zwischen Gstadt und Gollenshausen erwerben.

1968 – Nach dem Zweiten Weltkrieg steigt die Zahl der Schülerinnen im Gymnasium und beruflichen Schulen (BFS Hauswirtschaft und Kinderpflege mit BAS) auf der Fraueninsel stetig an. So wird in Mitterndorf 1968 das alte Murnerhaus zum Jugendwohnheim mit beruflicher Schule und Kindergarten für eine Klasse und weiter für drei Klassen mit 80 Plätzen umgebaut.

1973 – Im Schuljahr 1973/74 besuchen 334 Schülerinnen die Internatsschulen auf der Fraueninsel.

1978 – Da die Schule Außenstelle Mitterndorf aus verkehrstechnischen und personellen Gründen immer mehr zur Belastung wird, wird die Einrichtung 1978 geschlossen.

1995 – Die Landwirtschaftsschwestern kehren von Mitterndorf auf die Fraueninsel zurück.

2009 – Nach der rund 20-jährigen Suche nach einer klosterverträglichen Nutzung der Gebäude Mitterndorf 1 (Matheishof) und Mitterndorf 2 (Murnerhaus) schließen die Benediktinerinnen für den dreiseitigen Matheishof einen Erbpachtvertrag mit der Björn-Schulz-Stiftung. Der Matheishof wird zum Irmengardhof umgebaut.

2015 – Der Irmengardhof – eine Ferien- und Nachsorgeinrichtung für krebskranke Kinder samt Familien – wird im September feierlich eröffnet. Dazu tragen auch die Leserinnen und Leser der OVB-Heimatzeitungen viel bei. 780 000 Euro haben sie 2010 für die OVB-Weihnachtsaktion „Ein Herz für krebskranke Kinder“ gespendet.

2020 – Nun wird auch für Mitterndorf 2 – das ehemalige Jugendwohnheim im Murnerhaus – auf Initiative von Johanna Ruoff, Gründerin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung „Ein Platz für Kinder“, der Erbpachtvertrag für eine Mattisburg am Chiemsee unterschrieben.

2021 – Im Dezember ist Baustart in Mitterndorf 2: Das Murnerhaus wird zur Mattisburg, ein therapeutisches Internat für Kinder mit schweren Traumata, umgebaut.

2022 – Im Oktober wird das Halbzeitfest auf der Großbaustelle „Mattisburg“ gefeiert. Im November startet die OVB-Weihnachtsaktion, die der Mattisburg und einem Eltern-Frühchen-Projekt der Perinatalstation des Romed-Klinikums Rosenheim gewidmet ist.

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