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Endlich am höchsten Punkt von Gstadt angekommen

Abnahme des goldenen Kreuzes im Zuge der Kirchturmsanierung

Bild v.l. – Martin Jungsberger (Bauleiter), Pfarrer Andreas Przybylski, Georg Anderl (Zimmerermeister), Hans Murner (Kirchenpfleger), Christian Staber (Verwaltungsleiter), Bernhard Hainz (1. Bürgermeister).
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Bild v.l. – Martin Jungsberger (Bauleiter), Pfarrer Andreas Przybylski, Georg Anderl (Zimmerermeister), Hans Murner (Kirchenpfleger), Christian Staber (Verwaltungsleiter), Bernhard Hainz (1. Bürgermeister).

Seit einigen Monaten laufen bereits die Sanierungsarbeiten am Kirchturm von St. Peter u. Paul. Die kleine Filialkirche zählt mit ihrer tausendjährigen Geschichte vermutlich zu den ältesten Gotteshäusern im Chiemgau und hatte dringend eine Sanierung nötig. Bereits seit über zehn Jahren bemühen sich die wechselnden Pfarrverbandsleiter und Kirchenverwaltungen um Gelder für die Instandsetzung der Dachstühle von Kirchturm und -schiff.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Gstadt am Chiemsee - Jüngst gab es Zuschüsse vom Erzbischöflichen Ordinariat für die Notsanierung des Turms, dessen Haube sich bereits gefährlich in Richtung Friedhof neigte. Christian Staber freut sich als zuständiger Verwaltungsleiter sehr, dass die viele Arbeit der Kirchenverwaltung sich nun endlich auszahlt und die Gefährdungssituation nun endlich behoben werden kann. Zusammen mit Herrn Murner (Kirchenpfleger) weist Staber allerdings auch auf die Schäden am Dachstuhl des Kirchenschiffs hin. Für diese zweite Maßnahme zur Erhaltung des Gotteshauses im nächsten Jahr ist die Kirchenstiftung noch dringend auf Spenden angewiesen. Kurz vor Ende der Badesaison am Chiemsee wurde nun das Turmkreuz abgenommen. Unter den Schaulustigen fanden sich Touristen, Kirchenverwaltungsmitglieder, Gemeinderäte, Herr Pfarrer Przybylski, Herr Staber und sogar der 1. Bürgermeister Hainz, der eigens dafür die Geschäfte im Rathaus kurzfristig ruhen ließ. Die Firmen Anderl und Wachter aus der Region mühten sich einige Zeit mit dem fast 3 Meter hohen Kreuz ab, welches letztendlich seinen Platz im Chorraum der Kirche fand.

Hier kann es nun einige Wochen von den Kirchenbesuchern aus nächster Nähe in Augenschein genommen werden. Das Gold ist an vielen Stellen schon abgeblättert, die Kreuzbalken sind verbogen und die Weltkugel weist eine Vielzahl von Beulen durch verschiedenste Hagelschläge auf. Herr Wachter, von der Dachdeckerfirma Andreas Wachter, ist dennoch positiv gestimmt. In seinem Beruf hat er schon so manches Turmkreuz abgenommen, dessen Weltkugel komplett durchlöchert war. Hier war im Gegensatz zu der Holzschindeldeckung des Dachs weder Specht noch Hagel der Übeltäter. Nach dem Krieg scheint es zur Freizeitbeschäftigung einiger amerikanischer Soldaten gehört zu haben, die goldenen Kugeln als Zielscheibe für Schießübungen zu missbrauchen, so der erfahrene Dachdeckermeister.

Herr Pfarrer Przybylski würde sich freuen, wenn sich auch für die Restaurierung des arg in Mitleidenschaft gezogenen Turmkreuzes einige Spender finden würden. Aktuell werden etwa 3.000 Euro für die Restaurierung des höchsten Punktes von Gstadt veranschlagt. Was sich für eine Zeitkapsel im Inneren der goldenen Weltkugel befunden hat, möchte der Geistliche an dieser Stelle noch nicht verraten. Eins ist jedoch schon jetzt klar, solche Funde bieten einen spannenden Einblick in das Leben und die Denkweise unserer Gstadter Vorfahren, so die einhellige Meinung aller Mitglieder der Kirchenverwaltung. Weitere Informationen und Bilder finden Sie auf unserer Homepage unter www.pv-irmengard.de. Für Fragen zum Projekt steht das Pfarramt in Eggstätt gerne zur Verfügung.

Pressemitteilung Kath. Filialkirchenstiftung St. Peter in Gstadt a. Chiemsee

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