Gstadt: Einschnitt bei Gewerbesteuer

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Geehrt mit der Silbermedaille der Gemeinde wurden (vorne, von links) Georg Anner, Thomas Gartner sowie Therese und Harald Kastenhuber. Bürgermeister Benhard Hainz (Mitte) gratulierte.

Gstadt/Gollenshausen - Laut Finanzamt muss die Gemeinde Gstadt mit einer Rückzahlung von 900.000 Euro bei der Gewerbesteuer rechnen. Doch für die Gemeinde dürfte das kein Problem sein.

Eine wenig erfreuliche Nachricht gab Bürgermeister Bernhard Hainz zu Beginn der Bürgerversammlung weiter: Laut Finanzamt muss die Gemeinde Gstadt mit einer Rückzahlung von 900.000 Euro bei der Gewerbesteuer rechnen. Heinz wertete dies zwar als Einschnitt, machte aber deutlich, dass es für die finanzstarke Gemeinde kein Drama sei. Offensichtlich bestand große Zufriedenheit bei den Bürgern und daher gab es wenig Diskussionsbedarf.

Der diesjährige Ansatz bei der Gewerbesteuer müsse im Haushaltsplan jetzt von 2,5 Millionen (2011) auf etwa 1,8 Millionen Euro nach unten korrigiert werden, so Kämmerer Thomas Wagner in seinem Finanzbericht.

Bürgermeister Hainz betonte, dass trotzdem alle geplanten Pflichtaufgaben, wie die Sanierung der Gemeindestraßen und des Schmutzwasserkanals in Gollenshausen durchgeführt werden können. Einige Projekte müssten jedoch zurückgestellt werden.

Hainz erinnerte an die grundlegende und jetzt abgeschlossene Sanierung der Wasserversorgung. So seien auch die Übergabeschächte für die Fraueninsel und nach Breitbrunn mit neuer Messtechnik ausgestattet worden. Bereits im vergangenen Jahr habe die Gemeinde die Kanalsanierung in Gollenshausen angepackt und den ersten Abschnitt an der Seeleitn fertiggestellt. Weitere drei Abschnitte würden in den nächsten drei Jahren folgen.

Als sehr wichtig nannte Hainz das erstellte Straßensanierungskonzept für alle Gemeindestraßen. So sollen in den nächsten fünf Jahren jährlich rund 100000 Euro dafür bereitgestellt werden.

Da der Landkreis jetzt einen Sonderzuschuss gewähre, könne die schon seit längerer Zeit geplante Fußgänger- und Radfahrer-Unterführung in Mitterndorf unter der Staatsstraße zwischen Ostern und Pfingsten mit Kosten von fast 200000 Euro verwirklicht werden. Der Bürgermeister betonte, dass die Unterführung nicht nur den Kindern der Björn-Schulz-Stiftung einen sicheren Übergang zum See biete, sondern auch die Verbindung zwischen den Ortsteilen und die Rad- und Wanderwege zum Uferweg sicherer mache.

Als wichtige Maßnahmen für den Tourismus nannte Hainz die jetzt erfolgte Sanierung der Toiletten-Anlage im Strandbadgebäude in Gollenshausen.

Zum Thema Tourismus teilte Hainz mit, dass sich die Gästezahlen in 2011 um 5,28 Prozent und die Übernachtungen um 7,63 Prozent erhöht haben. Die Verweildauer habe 4,8 Tage pro Gast betragen.

Im Rahmen der Bauleitplanung seien für die Ortsteile Lienzing und Preinersdorf sogenannte Ortsabrundungssatzungen erlassen worden, fuhr Hainz fort. Diese ermöglichen besonders auch weichenden einheimischen Erben unter bestimmten Bedingungen, im Außenbereich Wohnhäuser zu bauen. In Preinersdorf werde zudem zur sicheren Brandbekämpfung ein neuer Löschwasserbehälter mit einem Volumen von 200 Kubikmeter eingebaut.

Für dieses Jahr beabsichtige die Gemeinde, in Gstadt den früheren Campingplatz zu einem Parkplatz, so besonders auch zum Abstellen von Wohnmobilen, auszubauen. Allerdings habe das Landratsamt erst kürzlich dafür ein Immissionsgutachten gefordert. Eine weitere wichtige Maßnahme, die Verschönerung der Strandpromenade von der Fährlände bis zum "Café Inselblick", werde zurückgestellt. Die Gemeinde möchte versuchen, mit den Anliegern zu einem Konsens zu kommen, erklärte Hainz.

Im Ortsteil Gollenshausen soll die bisher ungenügende Internet-Verbindung verbessert werden. Die Gemeinde habe dafür einen Förderzuschuss von 100000 Euro erhalten. Ein Ausbau des Breitbandkabels soll für die Ortsteile Mitterndorf und Gollenshausen erfolgen.

Zum geplanten Bau einer Mehrzweckhalle in Breitbrunn betonte Hainz zum wiederholten Male, dass Gestadt sich mit einer Million Euro beteilige - aber nicht mehr. Nach seinen Informationen können die geplanten Kosten nicht eingehalten werden.

Ehrungen gab zum Schluss mit Verleihung der neu geschaffenen Silbermedaille der Gemeinde. So an Georg Anner, der eine beherzte Lebensrettung im Strandbad vorgenommen hatte, und Thomas Gartner als bereits dreimaliger Vizeeuropameister im Eisstockzielschießen innerhalb kurzer Zeit. Ferner das Ehepaar Therese und Harald Kastenhuber, das den Umweltpreis der Staatsregierung für die Herstellung umweltfreundlicher Farben mit ihrer Firma Naturhaus erhalten hat. Für 20 Jahre Einsatz beim Wertstoffhof gab es für Hans Reif einen Geschenkkorb.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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