So schwärmt die "The Voice"-Kandidatin über ihre Heimat

Eva (67) im Interview: "Dieser Chiemgau hat was Heiliges"

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Eva sprach im Interview über ihre Erfahrung bei "The Voice Senior".

Am Sonntag, den 24. November beginnt „The Voice Senior“. Auch die 67-jährige Eva aus Gstadt am Chiemsee ist als Kandidatin mit dabei. Im Gespräch mit rosenheim24.de berichtet sie, wie sie den Auftritt bei "The Voice" erlebte, warum sie die Musik so liebt und was ihre Freundschaft mit Starkoch Alfons Schubeck ausmacht.

Sie singen ja schon seit 46 Jahren auf der Bühne. Wie kamen Sie denn jetzt auf die Idee bei "The Voice Senior" teilzunehmen?


Ich wollte selber erst gar nicht teilnehmen. Eine Freundin hat mich angemeldet. Erst wollt ich das nicht, aber sie hat mir überredet. Jetzt freu ich mich darüber. 

Ich hab in meinem Leben so viele tolle Dinge machen dürfen, den Drang, nochmal was Großes zu starten hatte ich eigentlich nicht. Aber den Spaß, an "The Voice Senior" teilzunehmen, wollt ich mir nicht nehmen lassen. 


Ich dachte ja, mit knapp 70 Jahren kann ich nicht mehr 100 Prozent geben, die dafür benötigt sind, aber als ich sie gebraucht habe, konnte ich sie mobilisieren. 

Wie war denn die Erfahrung bei der Sendung teilzunehmen?

Die anderen Teilnehmer sind alles Granaten. An die 30 Leute waren bei der Blind Audition. Das sind alles tolle Sänger und es  sind auch Menschen, die schon ein Leben hinter sich haben. Da ist jeder Musikstil vertreten. 

Wie würden Sie Ihren Musikstil beschreiben? Was singen Sie am liebsten?

Ich hab mehrere. Ich kann Swing und Jazz, Pop und so weiter. Mein Schwerpunkt liegt aber auf den Balladen. Früher waren das vor allem  Rockballaden, oder Celine Dion, Barbara Streisand und Whitney Houston. Die großen Diven eben. 

Ich singe von ganzem Herzen. Wenn man mir die Musik wegnimmt, fehlt mir die Hälfte. Ich wollte Musik immer als Hobby machen, weil das ein hartes Business ist. Ich weiß nicht, ob ich das gepackt hätte.

Singen Sie eigene Musik oder Cover?

Beides. So oder so muss man das Gefühl transportieren, sonst kommt das nicht an. Ich hab auch eigene Songs, habe sogar eine eigene CD. auch in Filmen waren die Lieder mitunter. Das war ein Bedürfnis, eigene Musik zu machen. 

Wie haben Ihre Freunde reagiert, als Sie ihnen erzählt haben, was Sie vorhaben?

Meine Freunde sind ganz stolz. Allein, dass man in die engere Wahl kommt, ist wie ein Lottogewinn. 

Unterstützung erfahre ich von überall. da gibt es kleine Viewing Parties. Es ist ein tolles Geschenk, dass man das machen darf und dass man dann auch noch Unterstützung bekommt. 

Sie sind mit Starkoch Alfons Schubeck befreundet. Woher kennen Sie sich denn?

Den Alfons kenne ich schon etwa 20 Jahre. Damals war er schon recht bekannt. Ich habe eine kleine Band mit der ich auftrete, meist in München, aber auch hier draußen. Wir hatten gemeinsame Freunde, unter anderem in der Band. Dadurch traten wir öfter bei ihm auf. Alfons singt ja auch und spielt Gitarre. da haben wir auch schon Duette gesungen. 

Grade Musik und gutes Essen wird gerne gemeinsam konsumiert. Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen kulinarischem und musikalischem Genuss?

Alles für die Sinne gehört zusammen. Ich glaube, das ist alles in unserem Inneren verbunden. Diese sinnlichen Dinge zelebrieren etwas. Das sind Sachen, die man genießt. Das kann man nicht jeden Abend machen, das wäre langweilig. Aber ab und zu kommt man zusammen und feiert etwas. Das ist an solchen Abenden wie bei Dinnerparties toll. was gibt es da Schöneres? ich glaube desto älter man wird, umso mehr braucht man das. In der Jugend hat man da oft keine Zeit für. 

Heben Sie einen Lieblingsplatz in der Region? Eine Art Geheimtipp Geheimtipp vielleicht?

Wir pendeln zwischen Nürnberg und Gstadt, weil mein Mann auch noch praktiziert. Ich hab mehrere Lieblingsplätze. Einer ist die kleine Kapelle in Maria Eck. Da bin ich oft, alleine oder mit Freunden und singe Ave Maria und zünde Kerzen an für die lieben Menschen die mir am Herzen liegen. 

Der zweite Ort ist auf der Fraueninsel, wenn man am Hauptsteg aussteigt und die Wege langgeht. Da denkt man ist im 19. Jahrhundert. Nach 18 Uhr ist das toll da, weil man richtig die Luft zirkulieren hört. Da holt man sich auch viel Kraft.

Auch auf dem Samerberg ist es herrlich. Ich habe mal für Bad Adelholzen für die Nonnen gesungen, das war toll. "Dieser Chiemgau hat was Heiliges" hab ich gesagt, da haben sie mich alle umarmt. Ich bin dankbar dass man da leben darf wo andere Urlaub machen, das ist ein sehr großes Geschenk.

Wer Eva bei ihrem großen Auftritt bei "The Voice Senior" sehen will, kann am 24. November um 20.15 auf SAT.1 einschalten. Ein Interview mit Eva folgt am Freitag. Dann setzen sich Michael Patrick Kelly, Sasha, Yvonne Catterfeld und The BossHoss wieder in die Drehstühle und suchen nach der schönsten Stimme Deutschlands.

jv

Quelle: rosenheim24.de

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