Wirtin verköstigte 60 Menschen mit geringem Einkommen

Vorbildliches Engagement

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60 Kunden der "Chiemseer Tafel" kamen im "Schalchenhof" auf ihre Kosten. Bürgermeistergattin Christiane Hainz half mit beim Servieren.

Gstadt/Prien (CH-Z) - Als vorbildlich gilt das Engagement der "Schalchenhof"-Wirtin und Gstadter Gemeinderätin Justine Bichler.

Bereits zum zweiten Mal hat sie jetzt Menschen mit geringen Einkommen, die an der "Chiemseer Tafel" sitzen, in ihrem Landgasthof mit einem Abendessen verwöhnt. Den Transport von Prien nach Schalchen und wieder zurück besorgte der Gstadter Omnibusunternehmer Karl Heinz Heitauer - ebenfalls kostenlos.

Die beiden Organisatorinnen der Chiemseer Tafel, die Sozialpädagoginnen Regina Seipel und Andrea Pohl vom Caritas-Zentrum Prien, waren von der Idee begeistert, dass sich Menschen mit einem geringen Einkommen auch einmal außerhalb in gemütlicher Runde treffen. Aufgrund ihrer finanziellen Lage sei es ihnen kaum möglich, in eine Gaststätte zu gehen, berichtete Seipel der Chiemgau-Zeitung.

Fast jede Woche stelle die "Schalchenhof"-Wirtin auch selbst hergestellte Waren aus der Wirtshausküche wie Leberkäs, Hackbraten und Fleischpflanzl, in Folien eingeschweißt, der Tafel zur Verfügung. So sei der Kontakt damals zustande gekommen, erklärte Bichler.

Gstadts Bürgermeister Bernhard Hainz wie auch Pfarrer Peter Bergmaier würdigten das bewundernswerte Engagement Bichlers. Ein Dank galt auch der Frau des Bürgermeisters, Christiane, die sich ehrenamtlich als Bedienung zur Verfügung gestellt hatte.

Rund 60 Gäste wurden mit knusprig zubereiteten Hähnchen sowie Getränken, Kaffee und Kuchen verwöhnt. Wirtin Bichler versprach, die Aktion fortzusetzen.

Hilfe für 160 bis 170 Menschen

Die im November 2004 gegründete Chiemseer Tafel, zuständig für das Dekanat Chiemsee, hat sich nach den Worten der beiden Sozialpädagoginnen in der Zwischenzeit als feste Einrichtung etabliert. Wöchentlich werden rund 95 Haushalte mit 160 bis 170 Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Für diese Hilfe zahlen die Bedürftigen pro Person den symbolischen Betrag von einem Euro.

th/Chiemgau-Zeitung

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