Gstadt schuf in Mitterndorf sicheren Zugang zum Bayerischen Meer

"Tor zum Chiemsee"

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Eine Reihe von Ehrengästen hat die neue Unterführung in Mitterndorf freigegeben.

Gstadt - Ein "Tor zum Chiemsee" aufgestoßen hat die Gemeinde mit dem Bau der Fußgängerunterführung unter der Staatsstraße 2093 auf Höhe von Mitterndorf.

Sie bietet insbesondere den kranken Kindern, die im Erholungsheim der Björn-Schulz-Stiftung in Mitterndorf untergebracht sind, einen sicheren Zugang zum Bayerischen Meer. Sie bringt jedoch auch den Radlern eine Anbindung an den Chiemseerundweg. Die Unterführung ist im Beisein zahlreicher Ehrengäste ihrer Bestimmung übergeben worden.

Gstadts Bürgermeister Bernhard Hainz sagte, dass es schon lange das Bestreben der Gemeinde gewesen sei, die viel befahrene, in einer Senke liegende Staatsstraße in Mitterndorf zu untertunneln und einen sicheren Weg zum Chiemsee zu schaffen. Höchste Priorität habe diese Maßnahme bekommen, als die Börn-Schulz-Stiftung eine Nachsorgeeinrichtung für krebskranke Kinder eingerichtet habe.

Die 200000 Euro, die nötig gewesen seien, habe die Gemeinde jedoch nicht finanzieren können. Erst als es Landrat Josef Neiderhell glücklicherweise gelungen sei, über die Stiftung der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling eine Förderung von 50000 Euro zu erreichen, habe die Gemeinde das Projekt verwirklichen können, so Hainz weiter. Trotz großer Bemühungen sei ein Staatszuschuss nicht zu bekommen gewesen.

"Es ist was in die Wege gebracht worden, was der Allgemeinheit gut tut", so Hainz in seiner Ansprache vor den Ehrengästen wie den Vertretern des Planungsbüros, der Baufirma, des Bauamtes Rosenheim, der Sparkasse, der Grundeigentümer wie der Abtei Frauenchiemsee und der Seeverwaltung Chiemsee. Hainz würdigte die mustergültige Zusammenarbeit aller Behörden bei der Baumaßnahme, die in rund sechs Wochen sehr schnell über die Bühne gegangen sei. Die einmonatige Vollsperrung der Staatsstraße habe geholfen, erheblich Kosten zu sparen.

Neiderhell freute sich, dass es gelungen sei, über die Stiftung der Sparkasse einen Weg gefunden zu haben, eine Förderung zu erreichen. Der Landrat nannte die sichere Verbindung der Kinder der Nachsorgeeinrichtung mit dem Chiemsee auch ein kleines Stück Inklusion.

Anton Schmuck vom planenden Ingenieurbüro Dippold und Gerold bezeichnete die Unterführung als einen der schönsten Tunnels am Chiemsee. Sie sei wunderbar in die Landschaft eingebunden. Er freute sich, dass die Baumaßnahme im Kostenrahmen geblieben sei.

Schmuck erläuterte, dass die Unterführung 2,5 Meter breit und 20 Meter lang sei. Verwendet worden sei ein Stahl-Wellblech-Profil. Die Zufahrt habe den Bau eines 200 Meter langen geteerten Weges von Mitterndorf aus notwendig gemacht. Auf der Seeseite münde die Unterführung direkt in den Chiemseeradweg. Und nach wenigen Metern könne man auch den Chiemsee direkt erreichen.

Marion Bos von der Björn-Schulz-Stiftung freute sich riesig über die neue Unterführung und dankte allen für die Unterstützung. Sie bedauerte, dass Stiftungsvorstand Jürgen Schulz leider an der Einweihung nicht teilnehmen könne.

Ein Grußwort sprach Gebietsdirektor Ulrich Maier von der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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