Eine Million Euro - nicht mehr

Gstadt - Eine Million Euro und keinen Cent mehr will die Gemeinde Gstadt für den Bau der Mehrzweckhalle in Breitbrunn beisteuern. Diesen Beschluss fasste der Gemeinderat mit einer Gegenstimme.

Der Gemeinderat, so Bürgermeister Bernhard Hainz, habe zwar schon des Öfteren darüber gesprochen, für den Bau der Mehrzweckhalle eine Million Euro beizusteuern. Ein offizieller Beschluss sei jedoch nicht gefasst worden, so Hainz. Das Gremium solle jetzt festlegen, dass die Kommune zu der zugesagten einen Million stehe, aber nicht mehr für das Gemeinschaftsprojekt mit der Gemeinde Breitbrunn zahle.

Der Bürgermeister hegte die Befürchtung, dass es nicht bei, wie bisher angenommen, drei Millionen Euro Kosten bleiben werde. Mit der Erschließung und den Außenanlagen könnte der Bau womöglich teurer werden. Wie bekannt, ist die Gemeinde Breitbrunn mit zwei Millionen Euro dabei.

In der Diskussion war auch Zweiter Bürgermeister Josef Gartner (Freie Wählergemeinschaft) der Meinung, "Wir machen es auf eine Million fix". Peter Fenzl (Bürgerliste) stimmte als Einziger dagegen. Er war der Ansicht, man sollte den Betrag nicht ganz genau festlegen.

Hainz unterrichtete den Gemeinderat, dass in der Planung der Halle jetzt die heiße Phase beginne. Am morgigen Dienstag werde der Verwaltungsrat des gemeinsam von Breitbrunn und Gstadt gegründeten Kommunalunternehmens tagen. Dabei soll der Vertrag mit dem Architekten abgeschlossen werden. Die einzelnen Interessengruppen hätten ihre Wünsche bereits mitgeteilt, erklärte Hainz.

Gemeinden informieren Bürger

In einer gemeinsamen Sitzung der Gemeinderäte aus beiden Kommunen in Gstadt werde dann der Architekt, erläuterte Hainz das weitere Vorgehen, die ersten Skizzen für eine Mehrzweckhalle vorstellen. Danach werde die Planung in Bürgerversammlungen in Breitbrunn und in Gstadt den Bürgern vorgestellt und genau erläutert.

Hainz ließ keinen Zweifel daran, dass eine Halle für drei Millionen geplant sei. Sollte der Wunsch nach einer größeren Halle bestehen, müssten die daran interessierten Gruppen auch die Mehrkosten tragen. Der Bürgermeister verwies dabei auf die Nachbargemeinde Seeon-Seebruck und die Gemeinde Grabenstätt, wo dies bereits der Fall gewesen sei.

Georg Anderl (Bürgerliste) sprach von einem Dilemma, da wahrscheinlich bei der vorgegebenen Größe der Halle die sportliche Komponente zu kurz kommen werde. Man sollte mit den Sportlern Gespräche führen, so Anderl.

Hainz erklärte, dass bei einer Bedarfsumfrage die Vereine bereits ihre Wünsche äußern hätten können. Der Bürgermeister betonte außerdem, dass die Mehrzweckhalle ein Haus für alle werden solle.

th/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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