Ende Oktober beginnt Umbau am Chiemseeufer in Gstadt - Gemeinde erhält Fördergelder

Promenade wird knapp vier Meter breit

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Die Uferpromenade in Gstadt wird ab Ende Oktober verbreitert und verschönert.

Gstadt - Jeden Sommer drängen sich Urlauber und Ausflügler über die Uferpromenade. Jahrelang versuchte man dem mit einem Ausbau Abhilfe zu schaffen. Jetzt gelang der Durchbruch.

Seit mindestens zwei Jahrzehnten hat die Gemeinde vergeblich versucht, die Uferpromenade zwischen Dampferanlegestelle und Café "Inselblick" umzugestalten. Besonders im Sommer drängen sich hier Urlauber und Ausflügler zu Fuß und im Fahrradsattel, um den Blick hinüber zur Fraueninsel zu genießen.

Ab 31. Oktober wird ein etwa 150 Meter langer Abschnitt vom "Inselblick" bis zur Fähranlage der Insulaner mit einer rötlich-grauen Mischung aus Beton- und Granitsteinen neu gepflastert und dabei auf 3,80 Meter verbreitert. Der gemeinsame Weg für Fußgänger und Radler wird damit etwa doppelt so breit, wie er heute an der schmalsten Stelle ist.

Zuletzt hatte die Kommune vor sechs Jahren einen Anlauf genommen, die Promenade aufzuwerten, erinnerte Bürgermeister Bernhard Hainz im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Aber es wurde kein gemeinsamer Nenner mit den fünf Pächtern von Teilabschnitten - Grund und Boden gehört dem Freistaat Bayern - und einem Eigentümer gefunden. Schon vor rund 20 Jahren gab es eine fertige Planung im Rahmen eines Städtebauförderprogramms, die nicht umgesetzt werden konnte.

In der jüngsten öffentlichen Sitzung konnte Hainz dem Gemeinderat im Gemeindehaus Gollenshausen nicht nur mitteilen, dass alle Genehmigungen beteiligter Behörden vorliegen, sondern auch, dass die Kommune jetzt sogar eine Förderung vom Staat erhalte. Bei Gesamtkosten von 160000 Euro habe die Regierung von Oberbayern eine Förderquote von rund 35 Prozent in Aussicht gestellt. Ein vorzeitiger Baubeginn sei genehmigt worden, so das Gemeindeoberhaupt. Für die Gesamtmaßnahme wird mit einer Bauzeit von fünf bis sechs Wochen gerechnet.

Der Bürgermeister bedankte sich ausdrücklich bei den Pächtern und Eigentümern der dortigen Ufergrundstücke. Durch sie sei die Umgestaltung der Uferpromenade erst möglich geworden. Betont wurde in der Sitzung, dass von Anfang an bei allen Besprechungen die Prämisse gegolten habe, dass nicht in die Rechte der Bootsverleiher eingegriffen werden dürfe.

Ein Dank galt aber auch Planer Robert Haidacher aus Rosenheim, dessen "umsichtiger Umgang mit den betroffenen Anliegern diese Maßnahme mit in die Wege geleitet hat", erklärte Hainz.

Neben der Neupflasterung und Verbreiterung des gemeinsamen Fuß- und Radwegs werden Hainz zufolge die Beleuchtung komplett erneuert, deutlich mehr Ruhebänke als bisher sowie Ständer für 20 Fahrräder aufgestellt und die Parkplätze neu geordnet, um klarere Strukturen und optische Abgrenzungen zu schaffen.

Die Gemeinde hofft, dass nach dem Umbau die Radler absteigen und ihre Drahtesel über die Promenade schieben. Piktogramme auf dem Pflaster sollen die Radfahrer sensibilisieren.

db/th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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