Gstadts Zukunft liegt im Tourismus

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Für ihre außergewöhnlichen sportlichen und beruflichen Leistungen hat Bürgermeister Bernhard Hainz drei Jugendliche mit je einer Eintrittskarte für ein Bundesligaspiel geehrt: Andreas Schnell, der seinen beruflichen Abschluss mit der Note 1,25 erreicht hat, Peter Felixberger, der mit seiner Mannschaft deutscher Jugendmeister im Eisstockschießen, sowie Thomas Gartner, der deutscher Jugendmeister im Einzelstockzielschießen und mit der Mannschaft wurde (von links).

Gstadt - Wie ein roter Faden zogen sich die Planungen und Maßnahmen für den Tourismus durch die Bürgerversammlung von Gstadt. Bürgermeister Bernhard Hainz verkündete einige Neuigkeietn.

Jeder Bürger profitiere in irgendeiner Weise vom Fremdenverkehr, erklärte Bürgermeister Bernhard Hainz  in der sehr gut besuchten Zusammenkunft im wieder neu eröffneten "Café am Dampfersteg", dem früheren "Wirtshaus am See".

Der Bogen des Bürgermeisters spannte sich in seinen zweistündigen Ausführungen von der neu erstellten Homepage über den Naturpark Hofanger, die beiden Strandbäder in Gstadt und Gollenshausen bis zur Tenne im ehemaligen, der Gemeinde gehörenden Schmiedanwesen. Die für viel Geld installierte neue dreisprachige Homepage sei in acht Monaten bereits rund 56290-mal angeklickt worden, freute sich Hainz.

Der Kräutergarten im Naturpark Hofanger mit der neuen Beschilderung über die Heilwirkung der Kräuter sei im Landkreisführer als einer der schönsten bezeichnet worden. Hainz kündigte an, nach dem Auszug der Bank im Untergeschoss des Haus des Gastes stehe ab 1. April ein großer Raum mit eingebautem Beamer für Ausbildungs-, Seminar- und Fortbildungszwecke zur Verfügung. Dort sei auch ein Kochkurs mit Heilkräutern aus dem Hofanger geplant.

Die hohe Besucherzahl im Strandbad Hofanger, wo besonders der neue Eis-Kletterberg als Wasserspielgerät eine große Anziehungskraft hat, habe die Gemeinde veranlasst, dass noch vor Beginn der Saison im See eine Plattform als Liegefläche für fast 50 Personen geschaffen werde. Außerdem werde, wie im Strandbad Gollenshausen, noch eine Bocciabahn gebaut. Beide Bäder erhalten vor Saisonbeginn zudem barrierefreie Umkleidekabinen.

Im Strandbad Gollenshausen werden die Verbesserungs- und Verschönerungsarbeiten im Frühjahr abgeschlossen, fuhr Hainz fort. Wichtigste Maßnahme sei, außer mehr Spielmöglichkeiten für Kinder, eine acht Meter breite Badetreppe aus Granit in den See. Das Material habe die Gemeinde zwar eigens aus China beschafft, es habe aber nur um 2000 Euro gekostet.

Als wichtig für Veranstaltungen im Fremdenverkehr bezeichnete Hainz auch die Tenne im ehemaligen Schmiedanwesen. Bei der kürzlich beantragten Umnutzung für Veranstaltungen haben sich jedoch jetzt bauliche Probleme ergeben und die Kosten dafür sollen jetzt zuerst ermitteln werden. Als Überbrückung für dieses Jahr könne im daneben liegenden ehemaligen Campingplatz ein Zelt aufgestellt werden. Der Campingplatz selbst soll in Zukunft zu einem öffentlichen Parkplatz umgestaltet werden, wobei jedoch auch hier zuerst die Kosten ermittelt werden sollen.

Großes Augenmerk richtete die Gemeinde auf Maßnahmen für Behinderte. So die barrierefreie Umgestaltung der Bushaltestellen, der barrierefreie Zugang zum See in den Strandbädern und die Installierung eines Treppenlifts im Gemeindehaus Gollenshausen.

Als ein wichtiges Thema für die Zukunft nannte Hainz eine Verschönerung der Uferpromenade von der Rennerhütte bis zum Café Inselblick. "Die Gemeinde werde unter Einbeziehung der betroffenen Anlieger an dieser für den Tourismus so wichtigen Maßnahme arbeiten", betonte der Bürgermeister. Für mehr Sicherheit soll eine Querungshilfe mit Insel sorgen, die nach der Saison auf der Staatsstraße in Höhe des Hofangergeländes gebaut werde. Noch in diesem Jahr soll auch mit der Sanierung der Wasserversorgung mit Pumpwerkhaus begonnen werden. Die Kosten von fast 200000 Euro sollen auf drei Haushalte verteilt werden.

Als erfreulich bezeichnete Hainz im Gegensatz zum allgemeinen Trend, dass Gstadt für junge Familien attraktiv und lebenswert sei. So habe es im vergangenen Jahr immerhin zehn Geburten und nur sechs Sterbefälle gegeben. Der Gemeinderat habe in zwölf Sitzungen 163 Beschlüsse gefasst.

th/Chiemgau-Zeitung

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