Gemeinderat lässt Belastung durch Mobilfunkmasten prüfen

Fit für Behördenfunk

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Untervermietung des Funkmasten fraglich: Der Tüv soll zunächst eine Belastungsprognose abgeben.

Halfing - Der Mobilfunkmast bei der Kläranlage soll für den digitalen Behördenfunk mitgenutzt werden. Die Gemeinde lässt deshalb die Belastung überprüfen.

In Halfing stehen derzeit drei Mobilfunkmasten für vier Netzbetreiber, einer davon bei der Kläranlage. Diesen will nun die Firma Telent, ein Technologiedienstleister für Telekommunikationsnetze mit Sitz in Backnang, im Auftrag der bayerischen Landesregierung für den digitalen Behördenfunk mitnutzen.

Bundesweit sollen bis zu 500.000 Nutzer aus von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk oder Rotem Kreuz in dieses Behördenfunknetz eingebunden werden. Eine der dafür benötigten Basisstationen soll in Halfing ans Netz gehen.

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Dafür will man den Funkmasten bei der Kläranlage mieten. Laut Telent ist das Gebiet östlich von Rosenheim bezüglich Funkmasten unterversorgt. Bürgermeister Peter Böck (CSU) sieht diese Planung eher skeptisch. Er widersetze sich nicht der modernen Telekommunikationstechnologie, da hinke Deutschland eher den anderen europäischen Ländern hinterher. Wie Böck betonte, stehe Halfing als Gemeinde in der Pflicht beim Bürger, man müsse Wohl und Wehe abwägen. Außerdem fragt er nach dem Nutzen einer solchen Konzentration an Funkmasten auf so engem Raum.

In Amerang wird bereits ein Funkmast mitgenutzt, Prutdorf und Bad Endorf sind als weitere Standorte eingeplant und der nächstgelegene Funkmast steht im Rotter Forst.

In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag fasste das Halfinger Gremium nun den Beschluss, den Technischen Überwachungsverein (TÜV) als Vermittler einzuschalten. Dieser bietet nämlich eine Vorher-Nachher-Messung an. Dabei wird der aktuelle Stand der Funkbelastung gemessen und eine Prognose für die neue Mastzuschaltung erstellt.

Abhängig davon wird sich Halfing für oder gegen die Untervermietung des Funkmastens entscheiden.

Die Kosten für die TÜV- Prüfung muss Technologiedienstleister Telent tragen, eine Untervermietung des Funkmastens bedarf darüberhinaus der Zustimmung der Gemeinde.

Die Entscheidung der Regierung steht noch aus.

elk/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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