Gemeinde Halfing entscheidet über geplante Umnutzung  

Opernfestspiele Immling vor dem Aus? - Bürgermeister Böck: "So ein Kas!"

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Die Opernfestspiele auf Gut Immling stehen keinesfalls vor dem Aus, betont Halfings Bürgermeister Peter Böck. Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem Stück "Don Carlo" von 2018.
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Halfing - Der Verein "Unsere Oper" stellte für das Gebäude Immling 2 bei der Gemeinde einen Antrag auf Nutzungsänderung von der landwirtschaftlichen Nutzung einer Reithalle in eine Veranstaltungshalle mit Nebengebäuden. Der Gemeinderat debattierte in seiner Sitzung am 6. Juni über den Antrag, der sich als nicht ganz einfach herauskristallisierte. 

Vorab sei den Räten bei diesem Tagesordnungspunkt schon klar gewesen, so erklärt es Halfings Bürgermeister Peter Böck gegenüber rosenheim24.de: "Das ist keine leichte Thematik.

Und, so stellt es Böck gleich zu Beginn klar: "Die Opernfestspiele in Immling stehen definitiv nicht - wie bereits diese Woche publiziert wurde - vor dem Aus. So ein Kas! Der Antrag des Vereins dreht sich nicht um die künftige Genehmigung der Festspiele sondern um die Genehmigung einer Veranstaltungshalle für 600 bis 800 Besuchern, in der es womöglich langfristig regelmäßige Zusatzveranstaltungen geben soll. Das sind zwei Paar Stiefel." 

Das Programm der diesjährigen Festspiele in Immling stehe bereits fest, für kommende Veranstaltungsjahre sollte die Thematik bis dahin, so hofft es Böck, ausdiskutiert und geklärt sein. "Die Opernfestspiele in Immling sind ein Aushängeschild für Halfing und die umliegenden Gemeinden und jedes Jahr aufs Neue ein Besuchermagnet. Das gehört unterstützt." 

Böck: "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht" 

Die Genehmigungsbehörde, das Rosenheimer Landratsamt, die die finale Entscheidung trifft, ob etwas gebaut werden darf oder nicht, hat im Rahmen des üblichen baurechtlichen Verfahrenswegs die Gemeinde Halfing um Stellungnahme bei dem Antrag des Vereins "Unsere Oper" gebeten. "Dieser Pflicht sind wir nachgekommen, haben unsere Hausaufgaben gemacht", erklärt Böck dazu. 

Konkret sei es um die Frage gegangen, ob die Gemeinde ihr baurechtliches Einverständnis zu dem Vorhaben geben könne. Dabei müssten Gesichtspunkte wie die Erschließung der Fläche, die Sicherung der Wasserversorgung oder der Zufahrtsweg berücksichtigt werden. Gerade der letzte Punkt sei von den Räten in den Fokus gerückt worden: "Wenn die Zufahrtsstrecke nach Immling stärker frequentiert wird durch die Tatsache, dass mit der neuen Veranstaltungshalle auch mehr Besucher kommen in den nächsten Jahren, kann es uns passieren, dass wir die Straße in zehn Jahren für einen sechsstelligen Betrag sanieren müssen. Fragen wie diese wollten wir vorab geklärt haben, bevor wir der Nutzungsänderung zustimmen können." 

Eine Rücksprache mit Rechtsexperten habe Böck zufolge ans Licht gebracht, dass die Bedenken von Seiten der Gemeinde bezüglich des geplanten Vorhabens durchaus berechtigt seien. Ihre Empfehlung habe zwei Beschlussvorschläge beinhaltet:  

  1. Der Gemeinderat stimmt dem geplanten Vorhaben unter bestimmten Bedingungen zu - darunter beispielsweise, dass Aufgaben wie Straßenausbau selbstständig tragen müsse. 
  2. Es wird ein städtebaulicher Vertrag geschlossen, der eine konkrete Regelung noch offener Fragen vorgibt. Dies gäbe Rechtssicherheit für beide Seiten. 

Mit einem denkbar knappen Ergebnis entschieden sich die Räte mit 7:5 Stimmen dafür, einen städtebaulichen Vertrag abzuschließen. Der Bürgermeister dazu: "Ich akzeptiere die Entscheidung samt Argumenten jeden Gemeinderatsmitglied, Baurecht ist eben nicht so einfach." Das letzte Wort bei der Genehmigung hat nun das Landratsamt

mb

Quelle: rosenheim24.de

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