Schule war ein großer Erlebnispark

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Beim Schubkarrenrennen war es nicht nur spannend, sondern vor allem lustig.

Prien - Die Franziska-Hager-Hauptschule hat sich zu ihrem 30. Geburtstag beim Schulfest in einen großen Erlebnispark verwandelt.

Wer wollte, konnte stundenlang von Spielstation zu Spielstation, von Ausstellungsraum zu Ausstellungsraum schlendern - das Angebot war riesengroß. Jede Klasse hatte sich etwas einfallen lassen. Besonders sportliche Betätigungen aller Art waren angesagt, vom Torwandschießen über Stelzenlauf, vom Rollskifahren bis zum "Fischerstechen" auf Bänken mit weichen "Schwimmnudeln" statt Lanzen, vom Wasserball mit Luftballons bis zum "Bobbycar"-Rennen. Lange Warteschlangen bildeten sich besonders vor dem "Aero-Trimm". Auch Rektor Hans-Joachim Reuter wagte sich in die Konstruktion, in der man dreidimensional herumgewirbelt wird.

Reuter hatte zusammen mit Bürgermeister Jürgen Seifert das Fest eröffnet. Beide freuten sich, dass praktisch als Geburtstagsgeschenk kürzlich 2,2 Millionen Euro für die energetische Sanierung des Gebäudekomplexes aus dem Konjunkturpaket II zugesagt worden waren (wir berichteten). Mit Beginn der Sommerferien sollen die Arbeiten beginnen.

Den Erlebnispark HagerSchule komplettierten einige Priener Vereine: der Bund Naturschutz, der Spielmannszug der Gebirgsschützen, der Skiclub, die Kaltenbacher Hufeisenwerfer und, quasi als Gleichaltrige, die Sportfischer, die ebenfalls kürzlich ihren 30. Geburtstag feiern konnten und bei deren Forellenquiz jeder Teilnehmer ein Sieger war, weil er einen Preis bekam.

Kopf stehen konnte man auf dem "Aero-Trimm".

Natürlich trugen auch die Diakonie als Träger der Schulsozialarbeit und der Förderverein zum Gelingen des Festes bei - und nicht zuletzt der Elternbeirat, der einen Teil des weitläufigen Pausenhofs in einen "Biergarten" (auch mit einer großen Auswahl alkoholfreier Getränke) verwandelte und seine Grills unermüdlich befeuerte. Angesichts der großen Mühen im Vorfeld und der guten Stimmung hatte auch das Wetter ein Einsehen. Zwar fielen gegen 16 Uhr ein paar Regentropfen und der Himmel färbte sich bedrohlich dunkel, aber die Gewitterwolken zogen dann doch in eine andere Richtung weiter. Ein Teil des Schulgebäudes war für das Fest zu Ausstellungsräumen umfunktioniert worden, wo vor allem die zahlreichen Eltern unter den Besuchern die Kunstwerke ihrer Sprösslinge bewunderten. Gleich neben einer großen "Gemäldegalerie" waren unzählige Formel-1-Renner, Motorräder, Tischtennisschläger und Flaschenträger aus Holz aufgereiht, die im Werkunterricht entstanden waren. Ein paar Schritte weiter zeugten unter anderem Vasen, Frösche und Schildkröten aus Ton von den handwerklichen Fähigkeiten der Priener Hauptschüler. Um deren Zunkunft ist ihrem Chef nicht bange. "Die Akzeptanz der Hauptschule steigt langsam wieder", hat Reuter beobachtet. "Wir sind auf einem guten Weg", konstatierte der Rektor, denn die Mittelschule, über deren Schaffung die große Politik derzeit diskutiert, "haben wir eigentlich schon lange", verwies Reuter im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung auf den Mittlere-Reife (M-) Zug, der in Prien schon vor fast zehn Jahren erfolgreich aufs Gleis gesetzt worden war. Und auch beim Ganztagsunterricht hat Prien vor zwei Jahren wieder eine Vorreiterrolle im Landkreis übernommen. Dieses Angebot soll jedes Jahr um eine Jahrgangsstufe ausgebaut werden, auch wenn die Räume dafür knapp sind.

db

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