Und die Herzen öffneten sich

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Prien - Festlich und zugleich andächtig war die Stimmung beim Adventssingen in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

Marlene Anner von der Priener Tourismus GmbH hatte bei der Wahl der Volksmusikgruppen das richtige Händchen gehabt. Und so boten die Chorgemeinschaft Mariä Himmelfahrt, die Riederinger Sänger, der Rainbacher Dreigesang, die Laubenstoaner Bläser und die Flintsbacher Saitenbläser eine Palette wunderbarer musikalischer Darbietungen, während Siegi Götze Nachdenkliches zur "staden Zeit" beisteuerte.

Der "Hausherr", Dekan Pfarrer Bruno Fink, hieß die Besucher im Gotteshaus willkommen. Er verwies darauf, dass die Adventszeit in den Alpen immer schon eine ganz besondere Zeit gewesen sei, die auch einen ganz eigenen Charakter und Flair entwickelt habe. Sicher sei dies darauf zurückzuführen, dass der Winter in der Bergwelt immer eine prägende, harte Jahreszeit für die Menschen gewesen sei. Fink riet dem Publikum, der Botschaft der Menschwerdung Gottes zu lauschen und mit dem Herzen nachzugehen, was sich damals Wundersames ereignet habe.

Als erste Gruppe traten die vier Laubenstoaner Bläser auf, die mit ihren Instrumenten das Publikum begeisterten. Was das Wort "Advent" eigentlich bedeutet, rief Siegi Götze dann den Zuhörern wieder in Erinnerung: In dieser Zeit warten die Menschen auf den "Weltenerlöser". Viele jedoch blickten sich gar nicht um. Götze sprach vom Warten in der Menge - und auch von den Ellenbogen, die oft eingesetzt würden, um den "besten Platz" zu ergattern.

Als reine Männergesangsgruppe traten dann die Riederinger Sänger, begleitet von der Zither, auf. Seit den 30er-Jahren haben sich die Sänger aus dem nahen Riedering einen Namen gemacht, jetzt singen die Söhne und Enkel der Gründerväter. Seit 2007 musizieren die Flintsbacher Saitenbläser zusammen - und 2011 begeisterten sie die Zuhörerschaft in der Priener Pfarrkirche. Sehr stimmungsvoll und in der Tradition der Mühlviertler Volksmusik kamen bei den Saitenbläsern zwei Geigen, eine Klarinette, eine Gitarre und ein Kontrabass zum Einsatz.

Der Rainbacher Dreigesang aus dem Mühlviertel in Österreich hatte die weiteste Anreise auf sich genommen. Doch diese Fahrt hatte sich für die Zuhörerschaft in Prien auf jeden Fall gelohnt. Die Stimmen der zwei Frauen und des Mannes mit der Gitarre waren hervorragend aufeinander abgestimmt. "Oh Maria, sei gegrüßt", sangen die drei und stellten auch in weiteren Liedern die zweite Hauptperson der Adventszeit und des Weihnachtsfestes in den Vordergrund. "Ave Maria" erschallte es auch laut von der Empore durch die Kirche, denn dort hatte die Chorgemeinschaft Mariä Himmelfahrt ihren Platz eingenommen.

Während sich die einzelnen Musikgruppen immer wieder abwechselten und das Publikum andächtig der Musik und den Texten lauschte, bat am Ende des Adventssingens Siegi Götze um ein leises Hinausgehen. Er dankte nicht nur den Sängerinnen, Sängern und Musikanten, sondern auch insbesondere Marlene Anner für die hervorragende Auswahl der Gruppen.

Ohne Applaus zu spenden, aber mit adventlicher Stimmung im Herzen verließen die Besucher nach gut einer Stunde die Kirche. Viele von ihnen begaben sich anschließend noch auf einen Rundgang über den schönen Priener Christkindlmarkt, der endlich eine weiße Zierde hatte.

daa/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser