Mit Hochriesbahn geht‘s aufwärts

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Dieser tolle Blick aufs Rosenheimer Land und den Chiemsee ist schon von der Hochries-Gondel aus zu genießen - an Oktober-Wochentagen sogar besonders günstig zum Einheimischentarif.

Samerberg - Das Schicksal der Hochriesbahn: Anfang des Jahres war es eine Hängepartie mit ungewissem Ausgang. Aber jetzt zeichnet sich ab, dass es mit der Gondelbahn wieder dauerhaft aufwärts geht.

Der Gemeinde Samerberg und der DAV-Sektion Rosenheim ist es gelungen, den Fahrbetrieb weitgehend kostendeckend abzuwickeln. Mit Einheimischentarifen im Oktober geht es jetzt in die Herbstsaison.

Seit April fährt die Hochriesbahn wieder - dank Alpenvereinssektion Rosenheim (DAV) und der Gemeinde. Sie waren Ende 2008 als Gesellschafter eingesprungen, als der beliebten Bahn die Insolvenz drohte. Es bleibe aber zunächst bei einem befristeten Fahrbetrieb bis Oktober, hatten die Verantwortlichen damals betont.

Nun steht fest: Es geht weiter. "Wir Verantwortlichen der Hochriesbahngesellschaft sind mit dem bisherigem Verlauf zufrieden und zuversichtlich", erklären Samerbergs Bürgermeister Georg Huber und Franz Knarr, Vorsitzender des Alpenvereins. "Trotz einiger Schlechtwetterphasen ist die Frequenz zufriedenstellend, wenn auch eine wirtschaftliche Ausgeglichenheit noch nicht erreicht wurde. Wir hoffen, dass Sessellift und Gondelbahn kostendeckend betrieben werden können, sobald die Altlasten abgebaut sind." Aber die Wetterprognosen bis 15. November stehen schon einmal gut.

Die Gaststätten an der Mittel- und Talstation wurden neu verpachtet. "Sie werden zunehmend positiv angenommen. Wenn auch die Altlasten noch große Sorgen bereiten, stellen sich Geschäftsführung und -leitung auf einen eingeschränkten Fahrbetrieb während der Wintersaison, so wie in den letzten Jahren, ein", so der DAV-Chef weiter.

Damit scheinen die ersten Hürden auf dem Weg zu einem kontinuierlichen Betrieb genommen und das regional wichtige Angebot, sowohl für Einheimische und Urlauber, gesichert - "vorausgesetzt, dass sich in den technischen Anlagen keine unvorherzusehende Investition auftut und die erforderlichen personellen Besetzungen weiterhin möglich sind".

Verantwortliche und Betriebspersonal, die für Betrieb, Erhalt und Fortgang der Bahn sorgen, freuen sich über die vielen Kunden, die sich in den vergangenen Monaten den Rosenheimer Hausberg zur Gestaltung ihrer Freizeit ausgesucht haben. Sei es, um die Aussicht weit über das Rosenheimer Land und den Alpenraum zu genießen, Bergwanderungen zu unternehmen oder die optimalen Voraussetzungen für Gleitschirm- und Drachenflüge nutzen. Eine Rast auf den Sonnenterassen des DAV-Gipfelhauses, der Mittelstation oder im Tal beim Parkstüberl rundet das Bergerlebnis ab.

Um möglichst vielen Menschen unserer Region das herrliche Bergerlebnis gerade in den kommenden Herbsttagen näher zu bringen, bietet die Hochriesbahn den gesamten Oktober über, jeweils von Montag bis Freitag, einen Einheimischentarif für Berg- und Talfahrt für zehn Euro an. "Jeder, der den Sondertarif nutzt, trägt zur weiteren Stabilisierung der Einrichtung bei", so Knarr.

fxk/ls/Oberbayerisches Volksblatt

Lesen Sie hierzu auch:

Hochriesbahn längerfristig sichern

Hochriesbahn startet am Freitag

Weiter Warten auf die Hochriesbahn

100.000 Euro-Kredit für Hochriesbahn

Hochriesbahn fährt wieder

Leserbrief: Hochriesbahn in Betrieb nehmen

Leserbrief: Samerberg: Trügerische Idylle

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser