Beerdigung von Höslwangs Bürgermeister Josef Eisner

"Warum müssen immer die Besten gehen?" 

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Würdevolle und berührende Beerdigung von Höslwangs erstem Bürgermeister Josef Eisner
  • schließen

Höslwang - Völlig plötzlich und überraschend starb am 22. Juni Höslwangs erster Bürgermeister Josef Eisner an den Folgen eines Herzinfarktes. Am Dienstagvormittag wurde er in Höslwang beigesetzt.

Die Pfarrkirche in Höslwang platzte am Dienstag aus allen Nähten. Die gesamte Gemeinde und viele Menschen auch von Außerhalb trauerten um den am vergangenen Donnerstag verstorbenen ersten Bürgermeister der Gemeinde Höslwang, Josef Eisner. Der Trauergottesdienst musste auch auf dem Kirchenvorplatz übertragen werden, da nicht alle Menschen, die gekommen waren, um Eisner die letzte Ehre zu erweisen, im Inneren Platz fanden. 

Würdevoller und berührender Abschied

In einem würdevollen und sehr berührenden Trauergottesdienst nahmen Familie, Verwandte, Freunde, Kollegen und Gemeindemitglieder von dem so plötzlich aus dem Leben geschiedenen 60-Jährigen Abschied. 

"Er diente der Gemeinde mit großer Schaffenskraft und Selbstlosigkeit"

Zu Beginn des Gottesdienstes wurde Eisners Biografie noch einmal vorgetragen.

Vorderseite des Sterbebildes von Höslwangs erstem Bürgermeister Josef Eisner

"Er war ein sehr engagierter und visionärer Bürgermeister. Mit großer Schaffenskraft und Selbstlosigkeit diente er der Gemeinde. Seine Arbeit war von tiefer Menschlichkeit geprägt. Entsprechend seinen Christlichen Werten war es ihm ein großes Anliegen, niemand zu benachteiligen und fair miteinander umzugehen. Er hatte stets ein offenes Ohr für die Belange aller Gemeindebürger", hieß es in der Trauerrede. "Jeder, der seine Hilfe und Unterstützung brauchte, bekam sie. Unermüdlich, selbstlos und selbstverständlich. Wir sagen vergelt's Gott für dein großes Engagement, für alles was dir am Herzen lag, für dein stetes Ringen und Bemühen allen gerecht zu werden und die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Und vor allem, lieber Sepp, für deine selbstlose Liebe."

"Warum müssen immer die Besten gehen?"

"Warum müssen immer die Besten gehen? Warum gerade der Sepp, der im Höslwanger Gemeinde- und Dorfleben eine Lücke wie kein anderer hinterlässt? Ich trauere als Nachbarbürgermeister um einen Freund, einen geschätzten Kollegen und einen unglaublich tollen Menschen", sagte Halfings Bürgermeister und Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Halfing, Schonstett und Höslwang in seiner rührenden Rede. "Ich habe ihn als einen außergewöhnlichen Menschen kennengelernt, er war kein Jasager. Er hat einfach unglaublich angeschoben und wenn ihm etwas nicht gepasst hat, hat er es einem auch gesagt. Aber er hat auch andere Meinungen akzeptiert. Er war ehrlich, aufrichtig und immer authentisch. Man konnte sich zu 100 Prozent auf ihn verlassen."

"Der Sepp wollte gestalten und bewahren"

In seiner Rede verabschiedete sich sein Kollege und Nachbar Robert Kailer, zweiter Bürgermeister der Gemeinde Höslwang: "Der Sepp war unkompliziert, geradeaus, hat seine Meinung gesagt auch wenn es einmal nicht stromlinienförmig war. Er war ein Macher, packte Dinge an. Er war ein demokratisch denkender Mensch, sehr gesellig und lustig. Er hat sich für alles und jeden Zeit genommen und eingesetzt. Der Sepp wollte gestalten und bewahren aus seiner christlichen Grundhaltung heraus, im Dienste der Sache. Das mit großer Disziplin, oftmals ohne Rücksicht auf sich selbst. Vielen Dank für alles, was du für die von dir so geliebte Gemeinde Höslwang getan hast."

Bilder von der Beerdigung

Eisners Amtszeit

2008 trat Josef Eisner als Bürgermeisterkandidat für die ÜWG an. Damals konnte er sich gegen den CSU-Gegenkandidaten Manfred Hintermayer durchsetzen. 2014 trat er für die gemeinsame Liste von CSU und Parteifreien Bürgern an und wurde mit 90,75 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Seine wichtigsten Entscheidungen

Als Gemeinderat setzte sich Eisner schon dafür ein, dass das Feuerwehrhaus jetzt dort steht, wo es steht. Erschließung des Baugebiets und Gewerbegebietes in Almertsham, ebenso der Bau des neuen Trainingsplatzes für die Fußballer und das umlegen der Asphaltbahn. Die Umsetzung der Auflagen im Zusammenhang mit der Asylpolitik auch die Maßnahmen der ländlichen Dorfentwicklung. Sehr wichtig war ihm auch, dass die Kinder in die Schule gehen können. Als Mitglied der Kirchenverwaltung zum Wohle der Kinder aktiv.

Er wollte, dass Höslwang so viel Selbstständigkeit wie möglich behielt, auch wenn man in einem sehr guten Verhältnis zu den Nachbargemeinden steht.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Höslwang

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser