Hotel "Charivari" abgerissen

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Schritt für Schritt fiel das Hotel "Charivari" in sich zusammen". Der Landkreis schafft eine Grünfläche - nicht vor 2014 entscheidet er dann, ob er dann die Fläche für eine Erweiterung des Ludwig-Thoma-Gymnasiums nutzt.

Prien - Das Hotel "Charivari" in Prien ist Geschichte. Der Landkreis Rosenheim hat das Gebäude abgerissen. In den nächsten Wochen und Monaten schafft er an dieser Stelle zunächst für längere Zeit eine Grünfläche.

Ob er dann später einmal das angrenzende Ludwig-Thoma-Gymnasium (LTG) auf diese Fläche erweitert und insbesondere eine Turnhalle baut, bleibt bis auf Weiteres offen.

Der Landkreis hatte im August in der Gemeinde am Chiemsee gleich zwei Fische an Land gezogen: Vom Markt Prien kaufte er zum einen das ehemalige Goethe-Institut und gab dann dort seinem Förderzentrum ein neues Zuhause. Zum anderen erwarb er von der Kommune auch rund 7300 Quadratmeter, die an das LTG angrenzen und den Parkplatz an der Schulturnhalle sowie das frühere Hotel "Wagner" - zuletzt als Hotel "Charivari" geführt - umfassen. Und mit der Übernahme dieser Fläche eröffnete er sich die Möglichkeit, sein Gymnasium in Prien zu erweitern.

Anstelle des Hotels "Charivari", das an der Straße Stauden 1 lag, schafft der Landkreis, wie Michael Fischer auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung berichtete, eine Grünfläche - was sich dann auch nicht so schnell verändern werde. Im Gegenteil, der Landkreis habe derzeit mit Baumaßnahmen an anderen Schulen alle Hände voll zu tun. Solange diese Projekte, die mit Gesamtkosten in Höhe von rund 60 Millionen Euro zu Buche stehen, nicht abgeschlossen seien, "passiert in Prien sicher nichts". Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen in der Marktgemeinde werde der Landkreis "vor 2014" nicht treffen.

Neues Büro- und Geschäftshaus

Der Abbruch des ehemaligen Hotels "Charivari" in Prien wird den Landkreis Rosenheim, wie der Kreisausschuss seinerzeit erwartete, voraussichtlich 240.000 Euro kosten. Decken, Böden und Fenster hatte der Eigentümer bereits Ende vergangenen Jahres entfernen lassen. In den vergangenen Tagen ließ er nun das Gebäude abreißen.

Auch das Haus an der Kampenwandstraße 2 ist Geschichte. Die ortsansässige "Brigenna Baukonzept GmbH" ließ das Gebäude abreißen. Sie errichtet an dieser Stelle in den nächsten Monaten ein Büro- und Geschäftshaus.

Nicht nur an dieser Stelle im Ort, auch an einer anderen fiel in den vergangenen Tagen ein Haus in sich zusammen: Die "Brigenna Baukonzept GmbH" von Bernd Jucht entfernte den Altbau an der Kampenwandstraße 2. Der Bauträger mit Sitz in der Marktgemeinde will an dieser Stelle in den nächsten Monaten ein Büro- und Geschäftshaus, dann mit der Adresse Bernauer Straße 31, errichten. Auf der Baustelle laufe, wie Jucht mitteilte, alles nach Plan - was wiederum heißt, dass er, wie vorgesehen, Mitte März mit den Bauarbeiten beginnen kann. Sein Ziel: Im August möchte er mit ihnen fertig sein.

Wenn Jucht die Abriss- einschließlich all ihrer nachträglichen Arbeiten endgültig abgeschlossen hat, geht's zunächst einmal nach unten in den Boden: Der Bauträger nimmt dann Bohrungen vor - Vorarbeiten für eine spätere Heizanlage, die über Erdwärme läuft. Nach diesen Untersuchungen beginnen dann die Bauarbeiten für das neue Büro- und Gechäftshaus.

In dem dreigeschossigen Bau, der in den nächsten Wochen an der Bernauer Straße gegenüber der Waldorfschule entsteht, sind auf einer Nutzfläche von insgesamt gut 1000 Quadratmetern Läden, Praxen und Büros vorgesehen. Die Gestaltung als Gebäude im klassizistischen Stil war im Bauausschuss des Marktgemeinderates auf Zustimmung gestoßen. Die vier Einheiten im Erdgeschoss sind nach Angaben von Jucht bereits verkauft. Für zwei weitere in den Etagen habe er bereits Interessenten an der Hand.

Gernot Pültz (Chiemgau-Zeitung)

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