Jede Woche 29 Trainerstunden

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Prien - Die Priener Handballer blickten in ihrer Jahreshauptversammlung auf das vergangenen Jahr zurück, das ganz im Zeichen ihres 60-jährigen Bestehens stand.

Das Jubiläumsturnier mit 20 Mannschaften beziehungsweise 200 Aktiven in zwei Hallen war der sportliche Höhepunkt. Das wurde nochmal bei der Jahreshauptversammlung in den "Mesner-Stub'n" in Urschalling deutlich.

Abteilungsleiter Frank Hager informierte zunächst über die aktuellen Mitgliederzahlen. "2011 hatten wir 110 Jugendliche, 56 Aktive und 43 Passive dabei. Zudem haben neun Trainer und 14 Helfer wöchentlich 29 Trainerstunden absolviert, eine tolle Leistung", bilanzierte Hager. Ziel sei es, für jede der immerhin sieben Jugendmannschaften mindestens zwei Übungsleiter zu haben. Dazu sei die Abteilung auf einem guten Weg.

Schwierig stellt sich die Lage bei den abteilungseigenen Schiedsrichtern dar. "Das ist ein Kapitel, an dem wir arbeiten müssen. Zehn aktive Schiedsrichter waren im Einsatz, davon vier Neulinge, informierte der Abteilungsleiter. Die zehn Schiris hatten 2011 82 Spiele geleitet - zu wenig für die Anforderungen des Verbands. Das Soll, mindestens sechs Spiele pro Schiedsrichter, konnte Hager zufolge nicht erfüllt werden. Die Abteilung musste deshalb eine Strafe an den Verband zahlen, deren Höhe der Abteilungsleiter aber öffentlich nicht beziffern wollte. "Auch in diesem Jahr werden wir das Soll nicht erreichen, damit verdoppelt sich die Strafe", warnte Hager die Mitglieder vor. Der Engpass entstand, weil Studenten und Schüler, die bisher für den TuS Spiele pfiffen, abgewandert waren und neue Spielleiter erst noch die notwendige Ausbildung beenden müssen.

Stolz könne man auf die Leistung der Jugendmannschaften sein, blickte Hager auf die sportlichen Erfolge zurück. Demnach konnten sich die männliche und weibliche D-Jugend jeweils den ersten Platz in der Bezirksklasse sichern, die weibliche C-Jugend beendete in der Bezirksliga die Saison ebenfalls als Tabellenführer.

"Unsere A-Jugend-Mannschaften mussten wir leider wieder abmelden. Viele der Jugendlichen in dieser Stufe stecken in ihren Vorbereitungen für ihren Schulabschluss und haben keine Zeit mehr, zu trainieren", bedauerte Hager. Dies bestätigte Stefan Ziegmann, Leiter der C- bis A-Jugend.

In der Erwachsenenabteilung belegten die Damen den fünften Platz in der Bezirksliga, die zweite Herrenmannschaft den elften Rang in der Bezirks- und die erste Herrenmannschaft Platz neun in der Bezirksoberliga.

Hager erinnete an das Jubiläumsturnier zu Pfingsten des vergangenen Jahres, in dessen Verlauf fast 70 Spiele stattfanden. Gesellschaftlicher Höhepunkt war ein Festabend mit Liveband. "Wegen der teuren Hallenreinigung sind wir unterm Strich leider bei plus-minus null rausgekommen", bedauerte Hager.

Dagegen freute er sich, dass die Sportarbeitsgemeinschaft mit der Freien Waldorfschule verlängert werden konnte. Ein Mitglied der Abteilung trainiert im Rahmen dieser Zusammenarbeit regelmäßig mit männlichen Waldorfschülern.

Eine weitere positive Meldung: Das Budget für die Jugendtrainer konnte aus Mitteln der Abteilung im bisherigen Rahmen aufrechterhalten werden, was den Übungsleitern des Nachwuchses zum Beispiel ermöglicht, ihre Schützlinge auch mal mit einem gemeinsamen Eisessen zu belohnen und zusätzlich zu motivieren.

Jugendleiterin Karin Schönhammer, für die Altersklassen der "Minis" bis zur D-Jugend verantwortlich, kündigte an, dass das Training intensiviert werden solle und Ende April erstmals ein Konditions- und Koordinationstraining angeboten werden soll. Bei Erfolg soll diese Spezialeinheit zum regelmäßigen Standard werden. Auf der Suche seien die Nachwuchsmannschaften der unteren Altersklassen noch nach Verstärkung durch weitere Übungsleiter.

hä/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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