Jubiläumsumritt war Höhepunkt

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Prien - Die "Rosserer" aus Prien blickten jetzt auf das vergangenen Jahr zurück. Dabei ging es vor allem um den Jubiläumsumritt in Greimharting.

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Absoluter Jahreshöhepunkt 2011 war für die Pferdezuchtgenossenschaft Prien und Umgebung der prächtige Festzug anlässlich des Jubiläums der ersten schriftlichen Erwähnung des Greimhartinger Leonhardiritts vor 600 Jahren. Der Rückblick auf dieses Ereignis stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der "Rosserer" beim "Schützenwirt" im Priener Eichental.

Prächtige Rösser, glänzende Geschirre und vor allem die liebevolle und aufwendige Gestaltung der Festwägen hatten tausende Besucher nach Greimharting gelockt. Die Begeisterung der Zuschauer belohnte die akribische Mühe, Arbeit und den gewaltigen Aufwand der Pferdezuchtgenossenschaft.

Leonhardiritt in Greimharting:

Leonhardiritt in Greimharting

Vorstand Hans Riepertinger hob in seinem Jahresrückblick besonders hervor, dass zwei Stuten von Karl Neumayer die Staatsprämierung erhalten hätten und Helmut Meidert nun schon zum dritten Mal bayerischer Meister im "Vier-Spänner" geworden sei. "Die Genossenschaft ist wirklich sehr stolz auf dich", unterstrich Riepertinger.

Ebenso erinnerte er an die Teilnahme von Georg Fischer mit seiner Haflinger-Stute an der Landesschau sowie an die Haflinger- und Kaltbluttage in Schwaiganger. Obwohl sie sehr schön gewesen sei, sei die Schau auch ein "Mords-Aufwand", denn Karl Neumayer sei mit acht Pferden zur "Quadrille" angetreten und die Rosserer hätten sich mit mehreren historischen Wägen präsentiert. Auch beim 150. Herbstfesteinzug in Rosenheim engagierte sich die Genossenschaft.

Absoluter Höhepunkt sei aber der Leonhardiritt in Greimharting gewesen, für den sich die ganze Genossenschaft "schwer ins Zeug" gelegt hatte. Nach dem offiziellen Teil der Versammlung zeigte Riepertinger einen Film, der nochmals jeden einzelnen Wagen, die Pferde und die liebevoll ausgestalteten religiösen Motive zeigte. Ein großes "Ah" ging auch filmisch durch die Besuchermenge, die sich an der Straße drängte, als Helmut Meidert mit einem Zwölfer-Zug die Kirche umrundete.

Hans Wallner, der Zweite Vorsitzende, sprach Riepertinger seinen ganz besonderen Dank aus, da sich dieser maßgeblich um die Organisation bemüht habe - ein Dank, den Riepertinger umgehend an die gesamte Vorstandschaft zurück gab.

Florian Schelle, der Vorsitzende des Pferdezuchtverbandes Oberbayern, informierte über Neuigkeiten aus dem Verband. Er ehrte Josef Obermayer und Roswitha Scheck für jeweils 25-jährige Treue zur Genossenschaft sowie Gabi Obermayer für 20 Jahre.

Es sei schon etwas ganz Besonderes, dass die Genossenschaft gleich drei Bundessieger in ihren Reihen habe, hob Schelle hervor. Er meinte damit Karl Neumayer, Roswitha Scheck und Hans Wallner, deren Pferde jeweils Bundessieger geworden waren.

Haflinger-Zucht wird immer schwieriger

Schelle ging auf die rückläufigen Zahlen bei den Mitgliedern ein. So habe der Verband 2008 noch 3022 Mitglieder gehabt, aktuell seien es nur mehr 2669. Der Schwund betreffe alle Pferderassen, den größten Einbruch hätten aber die Mitglieder in der Sparte Haflinger zu verzeichnen, deren Zahl sich fast halbiert habe. "Es wird leider immer schwieriger und auch nicht billiger", zeigte der Vorsitzende aber auch Verständnis.

Gerade die Entwicklung bei den Fohlenmärkten mache ihn "traurig" und "ratlos", sagte Schelle. Es sei einfach ein gewisser Sättigungsgrad erreicht und deshalb werde ein großer Teil der Fohlen einfach nicht mehr verkauft.

daa/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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