Bürgerinitiative wird Unterschriftenlisten im Rathaus einreichen

Kampf um den Uferspitz

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Bernau - Die Bürgerinitiative "für ein unverbautes Chiemseeufer" möchte, dass der Uferspitz Richtung  ehemaliges Rasthaus so bleibt. Ein Bürgerbegehren wird eingereicht.

Bereits vor Jahren, als der Kauf des Hafengeländes und die Überlegungen der Gemeinde zur Bebauung für dieses Areal anfingen, konkret zu werden, hatte sich die Bürgerinitiative (BI) "für ein unverbautes Chiemseeufer" gegründet. Schon damals wurden nach Angaben der Verantwortlichen genügend Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt, das den Uferbereich zwischen Segler-Steg und ehemaligem Rasthaus von weiterer Bebauung freihalten sollte.

Wie Roland Hinke, einer der Initiatoren, jetzt in der Versammlung der BI ausführte, hätten sich zwar zwischenzeitlich die Pläne für eine Bebauung reduziert, aber nach wie vor sei ein großes Gastronomie-Gebäude am "Uferspitz" geplant. Somit ging es um die Frage, ob das Bürgerbegehren jetzt doch eingeleitet werden müsse.

Sepp Genghammer, Mit-Initiator und Grünen-Gemeinderat, schilderte die Entstehungsgeschichte: Der Bürgermeister habe dem Gemeinderat heuer wieder einen Bebauungsplan-Entwurf vorgelegt, in dem zunächst kein neues Gebäude mehr vorgesehen. Aus den Reihen der CSU sei der Wunsch gekommen, Ersatz für den Kiosk am Hafen-Eck zu schaffen. Doch dann habe "die Gigantomanie wieder zugeschlagen" und diese Räte hätten sich auf eine Grundfläche von 150 Quadratmetern mit vier Metern Wandhöhe gesteigert, was dann auch mit den Stimmen insbesondere von CSU und SPD beschlossen worden sei.

Mit Lichtbildern schilderte Lothar Obermaier die landschaftliche Schönheit am Chiemseeufer und die Folgen einer derartigen Bebauung. Pia Ostler fragte, ob man nicht das touristische Gegenteil erreiche, wenn man malerische Orte wie diesen mit Gebäuden zupflastere.

CSU-Gemeinderat Gerhard Jell verteidigte das Vorhaben. Eine kleinere Gastronomie sei nach Meinung der CSU nicht wirtschaftlich zu betreiben. Dem hielt Obermaier entgegen, dass der kleine Kiosk auch wirtschaftlich betrieben werde und der jetzige Betreiber sich gar nicht vergrößern wolle. Außerdem könnte man auch weiter weg vom Ufer ein angemessenes Gastronomiegebäude vorsehen. Er könne sich aber sowieso nicht vorstellen, wie ein weiterer größerer Betrieb existieren solle.

Am Ende sprach sich die Versammlung einstimmig dafür aus, den Auftrag der vielen Unterzeichner auszuführen und das Bürgerbegehren jetzt einzureichen Die Unterschriftenlisten solle am Donnerstag, 22. November, im Rathaus an Bürgermeister Klaus Daiber übergeben werden.

re/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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