Kein Clubheim für TC

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Breitbrunn - Der Tennisclub (TC) Breitbrunn ist mit seinem Ansinnen, anstelle des Zeltdachs ein eigenes Clubhaus zu errichten, gescheitert. Der Gemeinderat lehnte ab.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung haben die Mitglieder des Gremiums bis auf zwei Ausnahmen das Vorhaben abgelehnt.

Als eine der Begründungen stand im Vordergrund, dass man ja gerade dabei sei, ein Nutzungskonzept für die geplante Mehrzweckhalle zu entwickeln. Auch der Tennisclub soll sich hier einbringen und in der Halle eine Bleibe finden.

Zahlreiche Tennisspieler waren in die Sitzung gekommen, um sich über die Entscheidung zu informieren. Schon einmal war das Ansuchen des Clubs auf der Tagesordnung gestanden, damals aber zurückgestellt worden.

Bürgermeister Hans Thalhauser verlas ein Schreiben des Tennisclubs. Der Verein führte aus, dass er ein sechs mal acht Meter großes Clubheim anlegen möchte. Diese Unterkunft solle nicht als Konkurrenz zu der neuen Mehrzweckhalle gesehen werden.

Auf dem Gelände des Tennisclubs herrsche immer sehr viel Betrieb, so der Club weiter in seinem Schreiben. Sieben Mannschaften seien im Spielbetrieb. Über ein eigenes Clubheim könne im Übrigen "eine Überschneidung" in der Nutzung der neuen Halle "entzerrt" werden. Allerdings sei ein Zuschuss für die geplante Halle dann nicht mehr drin.

Im Clubheim sollen ein WC, ein Umkleideraum mit Dusche und ein Aufenthaltsraum mit zwei Tischen, Stühlen und Tresen untergebracht werden. Auch eine Terrasse wollen die Tennisspieler schaffen. Die Kosten werde allein der Tennisclub tragen, so der Verein, die Finanzierung werde er über einen Kredit schultern.

Georg Forstmeier vom Tennisclub räumte in der Sitzung ein, der Club sei sich sehr wohl bewusst, dass der Zeitpunkt des Antrags "denkbar ungünstig" sei. "Wir sind nicht zu faul, zur neuen Halle zu Fuß zu gehen", betonte er. Aber er habe sich umgesehen. Und er habe festgestellt, dass bei allen Anlagen die Clubheime in unmittelbarer Nähe zu den Plätzen seien.

"Wir haben doch wegen der Halle eine Umfrage bei den Vereinen gemacht. Was hat denn der Tennisclub darauf geantwortet?" Diese Frage stellte Karl Wastl (CSU/FW). Forstmeier erwiderte, dass man damals ähnliche Wünsche geäußert habe.

Maria-Therese Huber-Arpé (Breitbrunner Liste) gab zu verstehen, dass die Mehrzweckhalle schon ein Stück von den Plätzen entfernt sei und dass die Besucher, die sich dort aufhalten, die Spiele nicht verfolgen können. Doch ihrer Ansicht nach soll der Gemeinderat abwarten, wie die neue Halle angenommen wird.

Die Genehmigung des Clubheimes wäre, so Anton Baumgartner (FW/ÜWG), ein "fatales Zeichen für die ganze Dorfgemeinschaft". Denn derzeit werde ja geplant, was alles in die Halle hinein solle. Reinhard Bauer (FW/ÜWG) stellte vor allem das Bemühen der Verwaltungsgemeinschaft in den Vordergrund, eine Halle als "funktionales Zentrum für alle" zu schaffen. "Wenn das nicht klappt, dann sollten wir die Halle fallen lassen", ärgerte sich Bauer.

Lediglich Bürgermeister Thalhauser und Stefan Lausch (CSU/FW) stimmten - jeweils ohne Begründung - für den Antrag des Tennisclubs.

daa/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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