Eggstätt hat "gut gewirtschaftet"

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Eggstätt - "Wir haben gut gewirtschaftet", meinte Erster Bürgermeister Hans Schartner bei der Vorstellung der Jahresrechnung 2009. Nur 128 000 Euro "Miese" seien zu verzeichnen.

Lesen Sie hier den Bericht aus der Chiemgau-Zeitung:

Keine großen Sprünge im Haushalt

Wechsel am Eggstätter Ratstisch: Aus gesundheitlichen Gründen hat CSU-Gemeinderat Anton Schmid sein Amt zurück gegeben. Nachrücken wird Parteikollege Manfred Schaffer, der bereits in der nächsten Sitzung seinen neuen Posten ausüben wird. Auf der Tagesordnung stand auch die Jahresrechnung für 2009.

Eggstätt - "Wir haben gut gewirtschaftet", meinte Erster Bürgermeister Hans Schartner bei der Vorstellung der Jahresrechnung 2009. Nur 128 000 Euro "Miese" seien zu verzeichnen. So habe man im Verwaltungshaushalt weniger ausgegeben als eigentlich im Haushaltsplan veranschlagt gewesen sei. Auch die Kassenlage habe sich im vergangenen Jahr verbessert. Seit Anfang des Jahres 2009 die Kasse noch mit 350 000 Euro belastet gewesen, waren es Ende des Jahres nur noch 100 000 Euro, so Schartner.

Nach Ansicht von Thomas Nitzinger gestaltet sich die Haushaltslage positiv, weil sie nicht mit Sanierungsmaßnahmen belastet worden ist. Dies bestätigte Schartner.

Aber aufgrund der Einbrüche bei den Steuereinnahmen könne die Gemeinde eben nichts planen. Schartner: "Große Sprünge werden wir uns auch im nächsten Haushalt nicht leisten können."

Laut Kämmerer Christoph Kraus ist der Schuldenabbau im Bereich der mittel- bis langfristigen Ausleihungen weiter konsequent vorangetrieben worden. Der Gesamtschuldenstand für die Gemeinde habe sich um 190 847,81 Euro von 3 110 866,64 Euro, Stand 31. Dezember 2008, auf 2 920 018,83 Euro, Stand 31. Dezember 2009, vermindert. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass die vorgelegte Jahresrechnung 2009 für die örtliche Rechnungsprüfung durch den Finanzausschuss vorzubereiten ist.

Länger diskutiert wurde am Ratstisch ein Antrag eines Eggstätter Bürgers, der die Parksituation in der Blumenstraße geregelt haben möchte und fordert, dass die Tempo-30-Zone sichtbarer gemacht wird. Wie in anderen Bereichen in Eggstätt auch, hätten die Anwohner der Blumenstraße darunter zu leiden, dass Besucher des Hartsees nicht die öffentlich ausgewiesenen Parkplätze verwenden, sondern "wild" in günstig gelegenen Straßen parken.

Er habe sich bei der Polizeiinspektion Prien informiert, was sinnvoller Weise getan werden könne, erklärte der Bürgermeister. Demnach zeige ein aufgespritzter Hinweis "Tempo-30" auf der Fahrbahn nur wenig Wirkung. Die Gemeinde könne sich aber ein Messgerät ausleihen, mit dem erfasst werden könne, zu welcher Zeit Autos mit welcher Geschwindigkeit die Blumenstraße passieren. Der Vorschlag eines Halteverbots und nur Parken für Anlieger zu erlauben, würde das Problem lediglich von einer Straße in die nächste verlagern. Das Problem sei seit Jahren bekannt. Er befürchte aber, dass das Problem nie richtig in den Griff zu kriegen sei. Allerdings könne die Verkehrsüberwachung darauf hingewiesen werden, dass sie die Blumenstraße intensiver kontrolliere, sagte Schartner.

Peter Fenzl bestätigte den Eindruck des Antragsstellers, dass die Schilder zu hoch an-gebracht seien. Seinen Vorschlag, dies zu ändern, nahm das Ratsgremium an.

Christian Glas schlug vor, an die Vernunft der Verkehrsteilnehmner zu appellieren, auf den ausgewiesenen Parkplätzen zu parken.

Zusätzliche Parkflächen für Hartseebesucher auszuweisen, wurde in der Diskussion als nicht sinnvoll dargestellt. Das Hartseegelände sei mit den jetzt zur Verfügung stehenden Plätzen schon ausgelastet, so Schartner. Auch Stefan Beer war der Meinung, dass in den wenigen Tagen, in denen die Parkplätze wirklich nicht ausreichen, keine zusätzlichen notwendig seien und die Situation sich selber regele.

Das Gremium beschloss einstimmig, eine Woche lang die Geschwindigkeit mittels Messgerät in der Blumenstraße erfassen zu lassen.

yv/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © re

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser