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Kinderarmut: Plätze in Spielstuben gefragt

Prien - Plätze in Spielstuben des Sozialdienstes katholischer Frauen sind auch in Prien gefragter denn je. Das betonte der Sozialdienst bei seiner Jahreshauptversammlung im Pfarrheim.

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schaute in Prien bei seiner Jahreshauptversammlung im örtlichen Pfarrheim auf ein Jubiläumsjahr zurück. Denn 2010 feierten die SkF-Schwangerenberatungsstellen in Rosenheim, Wasserburg, Prien und Traunstein ihr 25-jähriges Bestehen und das Frauenhaus Rosenheim-Traunstein, sowie die beiden Spielstuben in Prien und Freilassing konnten auf jeweils 20-jähriges Bestehen zurückblicken. Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme an der "Sternstunden"-Gala in Nürnberg und der Besuch von Moderator Werner Schmidbauer in der Priener Spielstube.

Diese ist im katholischen Pfarrheim untergebracht. Was ihr fehlte, war jedoch ein Garten. Seinen Pfarrgarten den Kindern zu überlassen, sei mehr als großzügig, dankte Vorsitzende Christa Sammüller Dekan Bruno Fink.

Im Jahresbericht wurde deutlich, dass immer mehr Frauen mit Kindern von Armut betroffen seien. Auch Gewalt, in vielfältiger Form, fände nach wie vor hauptsächlich in der Familie statt, berichtete Sammüller.

Das belegten auch die Zahlen für 2010. Demnach wurden im vergangenen Jahr 56 Frauen und 47 Kinder im Frauenhaus aufgenommen, die zu über zwei Dritteln aus den Städten und Landkreisen Rosenheim und Traunstein stammten.

Neben den hauptamtlichen leisteten 16 ehrenamtliche Mitarbeiter 938 Stunden, um diesen Menschen zu helfen und ihnen neue Lebensperspektiven zu eröffnen. Insgesamt steuerten im vergangenen Jahr 1453 Ratsuchende eine der Beratungsstellen des SkF Prien an, auf rund 3600 summierte sich die Zahl der Beratungskontakte und fast 1000 Teilnehmerinnen besuchten die 50 Treffen der Präventionsgruppe in Traunstein.

Die Wirtschaftskrise habe die Situation in zahlreichen Familien dramatisch verschärft, davon betroffen seien vor allem Alleinerziehende, geht aus dem Jahresbericht hervor. Immer öfter seinen Kindern von Armut betroffen. Um den Lebensunterhalt zu sichern, seien Mütter von Kleinkindern gezwungen zu arbeiten, was sich wiederum in den Belegungszahlen der Spielstuben widerspiegelt.

Deshalb wurde das Betreuungsangebot vor wenigen Wochen erweitert und schließt nun auch den Freitag mit ein. An 204 Tagen wurden in der Priener Spielstube 2010 41 Kinder betreut, in Freilassing waren es im gleichen Zeitraum an 175 Öffnungstagen sogar 43 Mädchen und Buben.

Damit der Betrieb der beiden Spielstuben aufrecht erhalten werden kann, engagierten sich auch etliche Ehrenamtliche. 2010 waren diese dort fast 2600 Stunden im Einsatz.

Nach dem Finanzbericht von Margarete Kalteiß, ehrte Sammüller noch sechs Mitarbeiterinnen für jeweils zehnjährige Mitarbeit. Eine Urkunde und das silberne Ehrenzeichen händigte sie an Iris Hinke, Sophia Gotzy-Mitterer, Sabine Lugauer, Katharina Oberländer, Annemarie Oberndorfer und Karin Wiegand aus. Von Andrea Mayer, als Vertreterin der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, gab es dann jeweils auch noch kleine Präsente.

daa/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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