"Wir brauchen die Jugendräume"

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Die Jugendräume im Keller des Gemeindehauses zurückerhalten wollen die Jugendlichen auf der Fraueninsel. Mit einer Demo vor der jüngsten Gemeinderatssitzung machten sie im Beisein von Jugendbeauftragter Sabine Neuer (rechts) auf ihr Anliegen aufmerksam.

Fraueninsel - So etwas hat es auf der Fraueninsel noch nie gegeben: eine Demo der Jugendlichen vor Beginn einer Gemeinderatssitzung!

Fast 15 Mädchen und Buben standen und saßen vor dem Gemeindehaus. Auf ihren bunten Plakaten brachten sie unmissverständlich ihre Forderung zum Ausdruck: "Wir brauchen unsere Jugendräume".

Bürgermeister Georg Huber sagte, das Thema könne heute nicht behandelt werden, weil es nicht auf der Tagesordnung stehe. Huber machte den Kindern jedoch Hoffnung, dass es bald zu einer endgültigen Lösung im Rahmen der Sanierung des Kellers im Gemeindehaus komme und die beiden dortigen Jugendräume wieder benutzbar seien.

Dass nach über zwei Jahren energetischer Sanierung des Gemeindehauses die Kellerräume immer noch nicht benutzbar seien, habe die Inseljugend zu einer Demo veranlasst, so die Jugendbeauftragte der Gemeinde, Sabine Neuer, im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. In ihren derzeitigen Ausweichräumen, dem Mesnerhaus- und Klubhaus des Wassersportvereins Fraueninsel, habe sich die Inseljugend kürzlich entschlossen, Plakate mit der Forderung nach baldiger Rückgabe der Jugendräume zu malen.

Warum dauert gerade die energetische Sanierung der Kellerräume so lange? Wie wiederholt berichtet, ist die Sanierung des Gemeindehauses noch nicht ganz abgeschlossen, weil noch Rechtsfragen mit dem Architekten zu klären sind. Während jedoch der Gemeinderat seinen neuen Sitzungsraum im Gemeindehaus schon vor längerer Zeit bezog und auch das Inselladl wieder einzog, ist die Sanierung der Kellerräume noch nicht abgeschlossen. Der Grund: Regenwasser war vom Hang in den Kellerraum eingedrungen.

Die Gemeinde habe schon, so Sabine Neuer, mehrere Maßnahmen ergriffen und etwa das Regenwasser mit Drainagen abgeleitet. Als letzte Maßnahme sei sogar eine Feuchtigkeitssperre eingebaut worden. Trotzdem aber, erklärte die Jugendbeauftragte weiter, seien immer wieder noch feuchte Stellen an der Wand der Kellerräume festgestellt worden.

Diese Beobachtung bestätigte auch ihr Mann, Zweiter Bürgermeister Josef Neuer in der Sitzung des Gemeinderates, der dieses Thema kurz ansprach. Das Gremium mit dem Bürgermeister war sich jedenfalls einig, dass noch eine entscheidende Maßnahme nötig sei, um die Kellerräume für die Inseljugend wieder benutzbar zu machen. Die Räume einrichten wollen die Jugendlichen laut Sabine Neuer dann selbst.

th/Chiemgau-Zeitung

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