Kinderkrippe: Rat möchte weitere Entwürfe

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Dieser Entwurf für eine Kinderkrippe an der Nordstraße überzeugte den Rimstinger Gemeinderat noch nicht.

Rimsting - Dass die Gemeinde Rimsting eine Kinderkrippe bauen wird, ist ausgemachte Sache. Wie das Gebäude aussehen wird, ist aber noch offen.

Zwar wurde im Gemeinderat am Dienstag ein Entwurf präsentiert, das Gremium möchte aber noch weitere Vorschläge sehen.

Die Kommune trägt mit dem Bau dem Umstand Rechnung, dass ab August 2013 alle Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für ihr Kind haben. Im Gemeinderat stellte Architekt Franz Fuchs seinen Entwurf für den Bau vor. Das Gremium war allerdings in der folgenden nicht öffentlichen Sitzung einstimmig der Meinung, es sollte noch ein zweiter oder eventuell sogar ein dritter Architekt seine Vorstellungen vortragen.

Des Weiteren will das Gremium die neu gebaute Kinderkrippe in Großkarolinenfeld und eine Anlage in Aschheim bei München besichtigen.

In der Aprilsitzung hatte sich der Rat darauf verständigt, die Krippe auf gemeindeeigenem Grund südlich des Wurzelkindergartens an der Nordstraße zu bauen. Es soll ein Gebäude für zwei Gruppen mit jeweils zwölf Kindern gebaut werden.

Bürgermeister Josef Mayer erläuterte eingangs die Schwierigkeit, dass im Landkreis bisher nur ein reiner Neubau in Großkarolinenfeld verwirklich wurde. Viele andere Gemeinden hätten versucht, mit Anbauten und Erweiterungen von bestehenden Gebäuden den Krippenbedarf zu decken.

Architekt Fuchs aus Kolbermoor hat die Krippe für die Gemeinde Großkarolinenfeld geplant und gebaut. Sein Entwurf sieht ein erdgeschossiges Gebäude in Winkelbauweise südlich des bestehenden Kindergartens vor. Das Hauptgebäude soll 28 Meter lang werden und parallel zur Nordstraße verlaufen, sodass Fuchs zufolge ein größerer Gartenbereich auf dem Grundstück übrig bleibe. Das Haupthaus beinhaltet die beiden Gruppenräume mit Küchen, einen Schlafraum und Sanitärräume. In einem Flügel an der Westseite würden Personal- und Technikräume untergebracht.

Auf die Frage von Dr. Fritz Hornschuch (UWG) bestätigte der Architekt, dass die Krippe bei Bedarf ohne Weiteres erweitert werden könnte. Auf Anfrage von Johann Nußbaum sagte Fuchs, dass die Krippe nicht, wie in Großkarolinenfeld, über die Heizung des benachbarten Kindergartens mitversorgt werden könnte, weil die Erdwärme-Kapazitäten nicht ausreichen würden. Es müsste eine neue, ebenfalls eventuell mit Erdwärme betriebene Heizung gebaut werden, fügte der Bürgermeister hinzu.

Der Krippenbau in Großkarolinenfeld für die zwei Gruppen kostete Fuchs zufolge ohne Ausstattung 856000 Euro, wobei allerdings zwei Gewerke noch nicht abgerechnet sind, die Kosten also noch entsprechend steigen werden.

Der Bau in Rimsting würde voraussichtlich zu 72 Prozent nach dem Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz gefördert, so der Bürgermeister. Die Ausstattung werde zusätzlich mit 1500 Euro je Kind bezuschusst.

In der Diskussion befürwortete Raimund Feichtner (UWG) zwar den Standort, übte aber Kritik an der vom Architekten vorgeschlagenen Gestaltung des Gebäudes. In der nichtöffentlichen Sitzung verständigte sich das Gremium deshalb dann darauf, noch weitere Entwürfe einzuholen.

th/Chiemgau-Zeitung

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