Bau kommt in Sicht

Prien - Schon seit Jahren will ein Lohnunternehmer eine Maschinenhalle in Schörging bauen. Jetzt kommt eine Genehmigung in Sicht:

Hat ihm in den vergangenen Jahren Gegenwind aus dem Landratsamt in Rosenheim ins Gesicht geblasen, so spürt er nun Rückenwind aus der Regierung und dem Landtag - und nach wie vor auch aus dem Rathaus in Prien.

Nach einem Ortstermin mit Regierungsvertretern und Abgeordneten hat der Bauwerber seine Planung überarbeitet. Aber ehe er weitere Schritte in die Wege leitet, will er nun wissen, ob er endlich die gewünschte Genehmigung für den Bau bekommt. Und er kann jetzt durchaus zuversichtlich sein. Die Marktgemeinde Prien hat - so der einstimmige Beschluss des Bauausschusses am Dienstagabend - ihre Zustimmung zum Bauvorhaben in Aussicht gestellt. Und nun ist das Landratsamt, die Genehmigungsbehörde, aufgefordert, Stellung zu nehmen.

Der Lohnunternehmer bedient rund 300 Landwirte in der Region und arbeitet für vier Gemeinden im Winterdienst. Mit Traktoren und anderen Fahrzeugen, mit schweren Maschinen begibt er sich immer wieder auf die Straße. Für diesen Maschinenpark braucht er eine Halle - einschließlich Werkstatt.

2006 hatte der Lohnunternehmer den Neubau einer 20 Meter breiten und 60 Meter langen Maschinenhalle mit Werkstatt beantragt. Während der Markt dem Vorhaben gewogen war, stellte sich das Landratsamt quer. Die Behörde sah keinen Anlass gegeben, den Bau als privilegiertes, landwirtschaftliches Vorhaben im sogenannten Außenbereich zu genehmigen. Der Bauwerber wollte sich jedoch nicht damit abfinden, dass ihm die Behörde keine Erlaubnis erteilt. Im Gegenteil, er ließ nicht locker und verfolgte weiter seine Pläne - auf anderen Wegen.

Regierung und Landtag schalteten sich ein. Im Mai diesen Jahres folgte eine Ortseinsicht. Das Ergebnis: Die Vertreter der Regierung und des Parlaments konnten sich durchaus den Bau einer Maschinenhalle vorstellen. Als Standort kam ein Grundstück an der Bahnlinie Prien-Aschau - und zwar unmittelbar südlich der Gleise - in Betracht. Und im Gespräch war nun ein "Winkelbau", ein Baukörper mit zwei Teilen, die in einem 90-Grad-Winkel aufeinander stoßen.

Gemäß der Absprache änderte der Bauwerber alsdann seine frühere Planung. Und nun nimmt er einen erneuten Anlauf, vom Landratsamt eine Genehmigung zu bekommen. Wie schon vor fünf Jahren steht die Marktgemeinde Prien nach wie vor hinter dem Vorhaben. Im Bauausschuss stieß das Projekt, wie die Diskussion am Dienstag ergab, auf Zustimmung.

Hans-Jürgen Schuster (CSU) freut sich, wie er sagte, "wenn's klappt" - wenn der Bauwerber sein Vorhaben jetzt allem Anschein nach verwirklichen kann. Allerdings wünschte sich Schuster, dass die Beteiligten im Interesse der Bürger von Urschalling über die Zufahrt noch einmal genau nachdenken. So müsse man versuchen, dass der Lohnunternehmer später einmal gerade nicht mit seinen "sehr großen Geräten" durch Urschalling fährt. Als Alternative sei in diesem Sinne eine Anbindung in Richtung Hittenkirchen in Erwägung zu ziehen.

Der Ausschuss folgte der Anregung von Schuster. Das Gremium beschloss, die Genehmigungsbehörde aufzufordern, alternative Zufahrten zur geplanten Maschinenhalle zu prüfen.

pü/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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