Kompetenzteams packen's an

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Bei der Abstimmung der nächsten Termine zur Arbeit der Kompetenzteams am "Integrierten ländlichen Entwicklungskonzept" im Achental: Bürgermeister Rudi Jantke, Grassau, die Touristiker Dr. Simon Gspan und Markus Zwölfer, Landschaftsarchitekt Dietmar Narr, und Heinrich Schneider vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern.

Achental - Das Projekt zur "Integrierten Ländlichen Entwicklung" (ILE) ist unter Dach und Fach. Nun startete die heiße Phase: Die Kompetenzteams nahmen ihre Arbeit auf.

Nach der Vertragsunterzeichnung zum Projekt einer "Integrierten Ländlichen Entwicklung" (ILE) im Achental durch die neun teilnehmenden Gemeinden im August 2009 und einer Sitzung aller Gemeinderäte in Bergen im Oktober 2009 startete jetzt mit einer Auftaktveranstaltung in der vollbesetzten Aula der Grundschule Grassau die Arbeit der Kompetenzteams an einem gemeinsamen Entwicklungskonzept.

Marquartsteins Bürgermeister Andreas Dögerl, Sprecher des "Achentalrates", in dem sich die Gemeinden für die Phase der Konzepterstellung bündeln, lobte die Vorarbeit des Ökomodell Achental unter anderem in der "Zukunftswerkstatt" an der Schule der Dorf- und Landentwicklung in Thierhaupten. "Das "Integrierte ländliche Entwicklungs-Konzept" hat zum Ziel, dass die Gemeinden zusammenarbeiten und eine Region bilden", betonte Heinrich Schneider, Sachgebietsleiter Land- und Dorfentwicklung beim Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern (ALE). "Wenn sich eine Region abstimmt, können Mittel gezielter eingesetzt werden, um den ländlichen Raum zu stärken und gleichwertige Lebensbedingungen für Stadt und Land zu schaffen." Das ALE fördert das Konzept mit 75 Prozent. Mit der Unterstützung von Experten sollen gemeinsam mit den Bürgern Stärken und Potentiale der Region entwickelt werden.

Zwei Zitate des früheren Landtagspräsidenten Alois Glück aus den Jahren 2004 und 2008 gab Schneider den Mitwirkenden an dem Konzept mit auf den Weg: "Innovationen brauchen wir nicht nur für Technik und Ökonomie, wir brauchen sie ebenso für gesellschaftliche Entwicklungen" und "Jede Entwicklung ist geprägt von engagierten Minderheiten."

In den vergangenen vier Monaten hatten die beteiligten Planungsbüros für die festgelegten Handlungsfelder "Touristische Infrastruktur" "Sozialstruktur und Ehrenamt", "Landwirtschaft und regionale Wertschöpfung", "Energie und Klimaschutz" sowie "Innenentwicklung und Gewerbe", eine umfassende Bestandsaufnahme erarbeitet. Die daraus resultierenden Ergebnisse und Themenschwerpunkte für die Arbeit der Kompetenzteams stellten die Planer Dr. Simon Gspan, Hans-H. Huss, und Landschaftsarchitektin Andrea Paulik den Teammitgliedern vor.

In der jetzt beginnenden zweite Phase des Projektes, die über etwa sechs Monate laufen wird, soll in den fünf Kompetenzteams zu jedem Handlungsfeld eine lange Liste von Ideen und Maßnahmen entstehen, die umsetzbar sind, erläuterte Landschaftsarchitekt Dietmar Narr. In der dritten Phase ist innerhalb von vier Monaten die Entwicklung der Maßnahmen und das Erstellen des Konzeptes durch die Planungsbüros, das ALE und die Gemeindeverwaltungen vorgesehen. Im Anschluss daran werde die Umsetzung vorbereitet.

Die nächste Zusammenkunft der Teams ist im April zu unterschiedlichen Terminen vorgesehen.

bre/Chiemgau-Zeitung

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