Kooperation zwischen Priener Schulen

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Mit der Vereinbarung zum Kooperationsmodell wurde eine wichtige Hausaufgabe erledigt: (von links) Schulamtsleiter Wolfgang Tauber, der Ministerialbeauftragter für die Realschulen Oberbayern-Ost Peter Peltzer, der Vorsitzende des Schulverbands Prien Jürgen Seifert, Landrat Josef Neiderhell, der Vorsitzende des Elternbeirats der Mittelschule Dieter Möcklinghoff und die Schulleiter Hans-Joachim Reuter und Karl Lau.

Prien - Die Franziska-Hager-Mittelschule und die Realschule Prien vereinbarten jetzt ein Kooperationsmodell. Landrat Neiderhell hofft dass so das Unterrichtsangebot ausgebaut wird.

Die Verwirklichung der staatlichen Realschule Prien ist heute (12.05.11) ein Stück näher gerückt. Im Landratsamt Rosenheim wurde eine Vereinbarung zu einem Kooperationsmodell zwischen der Franziska-Hager-Mittelschule und der Realschule Prien unterzeichnet.

Das Papier wird dem Antrag auf Genehmigung dieser Kooperation beigefügt, der jetzt so schnell wie möglich beim Staatsministerium für Unterricht und Kultus eingereicht werden soll. Landrat Josef Neiderhell äußerte die Hoffnung, dass durch die Zusammenarbeit das Unterrichtsangebot ausgebaut wird. Ähnlich sah es Priens Bürgermeister Jürgen Seifert, der als Vorsitzender des Schulverbandes Prien unterzeichnete: Profitieren würden die Kinder. Zudem sieht Seifert in dem Kooperationsmodell eine Aufwertung der Mittelschule. Der Ministerialbeauftragte für die Realschulen in Oberbayern-Ost, Peter Peltzer, gratulierte allen Beteiligten: Von den Neugründungen, die er bisher begleitete, sei hier alles am reibungslosesten gelaufen. Peltzer versprach darauf zu achten, dass von der Kooperation sowohl die Schüler der staatlichen, wie auch der kommunalen Realschule profitieren werden. Laut Hans-Joachim Reuter, dem Schulleiter der Franziska-Hager-Mittelschule, gab es schon in der Vergangenheit Kontakte zwischen Mittelschule und Realschule. Daher sei es kein Problem gewesen, die Zusammenarbeit in einen Vertrag zu gießen, meinte Reuter. Unterstützung gibt es zudem von den Eltern der Mittelschule. Der Vorsitzende des Elternbeirats, Dieter Möcklinghoff sagte, wir stehen voll dahinter. Optimismus verbreitete auch der Leiter des Staatlichen Schulamtes Wolfgang Tauber: Das Konzept sei gut und beim ersten Kooperationsmodell im Landkreis zwischen der Haupt- und der Realschule in Brannenburg habe man gute Erfahrungen gemacht. Zum Schluss bedankte sich Landrat Neiderhell noch beim Schulleiter der kommunalen Realschule Prien, Karl Lau. Er habe den schwierigsten Part, denn neben der Leitung der kommunalen Realschule, müsse er noch die Gründung der staatlichen mit vorbereiten. Der Landrat ist zuversichtlich, dass das Kooperationsmodell genehmigt wird: Es gebe Signale, dass es gut aussehe.

Die Vereinbarung zum Kooperationsmodell ist ein pädagogisches Konzept, das für alle Jahrgangsstufen an beiden Schultypen konkrete Ziele formuliert. Bereits vor dem Eintritt der Kinder in die Mittelschule oder in die Realschule sollen die Eltern in gemeinsamen Beratungen zum Übertritt bzw. zur jeweiligen Schullaufbahn informiert werden. In den Jahrgangsstufen fünf und sechs ist unter anderem vorgesehen, Schüler mit Schwächen in den Fächern Deutsch, Englisch oder Mathematik durch Intensivierungseinheiten oder Förderstunden so zu fördern, dass sie die fünfte Klasse bestehen können. In den Jahrgangsstufen sieben und acht soll durch die Weiterführung der Intensivierungskurse oder Förderstunden die Wiederholerquote gesenkt werden. In der neunten Klasse steht die Vorbereitung auf den Quali-Abschluss und den Berufseintritt im Vordergrund. Schwächere Realschüler sollen so gefördert werden, dass sie die Quali-Prüfung als Externe schaffen können.

Darüber hinaus ist auch bei den Wahlfächern eine Zusammenarbeit vorgesehen. Kooperationen lassen sich beispielsweise im sportlichen, musischen und sprachlichen Bereich finden. Auch bei der Berufsorientierung wird ein Miteinander angestrebt.

Neben der Vermittlung von Lehrstoffen sieht die Vereinbarung zum Kooperationsmodell auch den Ausbau von Sozialkompetenzen vor. So kann es gemeinsame Schulveranstaltungen geben, die Schülervertreter in der SMV können zusammenarbeiten und in einem gemeinsamen Pool kann die Nachhilfe von Schülern für Schüler organisiert werden.

Wie berichtet, ist das Kooperationsmodell zwischen der Franziska-Hager-Mittelschule und der Realschule eine wichtige Voraussetzung zur Verwirklichung der staatlichen Realschule Prien. Normalerweise sind staatliche Realschulen dreizügig, das heißt, in jeder Jahrgangsstufe werden drei Klassen gebildet. Im Unterschied dazu soll die Priener staatliche Realschule zweizügig werden. Die bestehende kommunale Realschule Prien bleibt dreizügig erhalten.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

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