Erste Schritte zur Kreiselmitte

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Auf Millimeterpapier hat Gini Jenne ihren Entwurf für einen Brunnen auf der Mittelinsel des neuen Kreisels skizziert und damit den Bauausschuss mehrheitlich überzeugt.

Prien - Die Mitglieder des Bauausschusses haben einen Entwurf von Gini Jenne zum Sieger des Ideenwettbewerbs zur Gestaltung der Mittelinsel des neuen Kreisels gekürt.

Lesen Sie hier den Originalartikel aus der Chiemgau-Zeitung:

Kosten für Brunnen noch unklar

Die Mitglieder des Bauausschusses haben einen Entwurf von Gini Jenne zum Sieger des Ideenwettbewerbs zur Gestaltung der Mittelinsel des neuen Kreisels gekürt. Ob der Brunnen auch nach den Vorstellungen der Prienerin gebaut wird, hängt von den Kosten ab. Die sollen bis zur nächsten Sitzung berechnet und dann endgültig über die Umsetzung entschieden werden.

Nach ihrer jüngsten Sitzung hatten die Bauausschussmitglieder die zehn eingereichten Entwürfe in Ruhe begutachtet und - ohne zu wissen, von wem sie stammen - in den Tagen vor der Gemeinderatssitzung jeweils Platz eins und zwei vergeben. Jennes Vorschlag setzten vier Räte auf Rang eins, zwei weitere auf den zweiten. Einmal Erster und fünfmal Zweiter wurde der Vorschlag von Klaus Ritzinger aus Prien. Als Gesamtzweiter bekommt er 100 Euro, Jennes Sieg beim Ideenwettbewerb wird mit 300 Euro belohnt. Alle anderen Vorschläge waren nur ganz vereinzelt auf einen der vorderen Plätze gesetzt worden.

Im Marktgemeinderat gab Bürgermeister Jürgen Seifert das Ergebnis bekannt und kündigte auch gleich an, die Umsetzung von Jennes Entwurf in Auftrag zu geben. Mitglieder des Gremiums traten allerdings auf die Bremse, vor allem, weil völlig unklar ist, was die Realisierung kosten könnte. Das soll nun bis zur nächsten Sitzung des Bauausschusses ermittelt und dann entschieden werden, ob Jennes Vorschlag umgesetzt wird.

Dass ein Brunnen in der Mittelinsel des Kreisels entstehen soll, habe der Marktgemeinderat in zwei Grundsatzbeschlüssen im November 2009 und im Januar 2010 festgelegt, erinnerte Seifert. Die Wasseranschlüsse sind bereits verlegt.

Beim Ideenwettbewerb landete dieser Vorschlag von Klaus Ritzinger auf Platz zwei.

Jenne hatte sich bei ihrem Entwurf am Fluss Prien orientiert, dessen Name vom keltischen Brigenna ("Die aus den Bergen Kommende") abgeleitet ist und der unmittelbar neben dem Kreisverkehr fließt. Große Felsen in der Mitte sollen die nahegelegenen Berge symbolisieren, in denen die Prien entspringt. Zusammen mit runden Steinen als Einfassung sollen sie ein Bachbett symbolisieren. Metallene Rohrkolben sollen auf die natürliche Schönheit der Natur und die Uferlage des Ortes hinweisen. Auf Flaggen an drei metallenen Masten soll im nautischen Alphabet "Prien am Chiemsee" stehen. Die ausgefallene Beschriftung soll neugierig auf die Entdeckung des Ortes machen und gleichzeitig eine Verbindung zu Hafen, Schifffahrt undWassersport herstellen, schreibt Jenne in ihren Erläuterungen.

Nach ihren Vorstellungen soll der Brunnen mit Glasfliesen in den Priener Farben gelb und blau eingefasst und bei Dunkelheit mit farbigem Licht beleuchtet werden.

Ritzinger hatte einige ähnliche Gedanken aufgegriffen, zum Beispiel eine Plastik mit offenen Armen als Symbol für Gastfreundschaft und ein Boot als Sinnbild für den See.

Wie Seifert lobte auch Kulturreferentin Dr. ClaudiaTrübsbach (BfP) Jennes Entwurf als "unglaublich einfühlsam", regte aber gleichzeitig an, eventuell Anregungen aus anderen Entwürfen in die Gestaltung aufzunehmen. Jürgen Schuster (CSU) schlug vor, Jennes ausführliche Erläuterungen auf einer Wandtafel am Kreisverkehr wiederzugeben.

Voraussichtlich bis 11. Juni sollen die Arbeiten am Kreisel so weit fortgeschritten sein, dass er komplett befahrbar ist und die Umleitungen aufgehoben werden können. An einem Wochenende im Herbst soll dann eine abschließende Deckschicht aufgetragen werden.

db/Chiemgau-Zeitung

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