Letzter Gottesdienst am Samstag - Bau muss im Rahmen der Sanierung weichen

Krankenhauskapelle vor dem Abriss

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Prien (CH-Z) - Im Rahmen der Generalsanierung des Kreiskrankenhauses (jetzt RoMed- Klink Prien) muss auch die Kapelle weichen.

Unzählige Patienten, Mitarbeiter der verschiedenen Berufsgruppen, Angehörige und Besucher hatten die achteckige Kapelle in einem Anbau in den 17 Jahren ihres Bestehens als "geschützten Ort der Stille und Sammlung, des Ausruhens und des Gebetes, der Klage, der Trauer und des Abschiednehmens ins Herz geschlossen", blickt Pfarrer Josef Götzmann zurück. Viele bewegende Gottesdienste für die katholischen und evangelischen Christen seien gefeiert worden.

Als seinerzeit wegen der Erweiterung des Archivs die alte Kapelle im Keller ersetzt werden musste, hatten sich der damalige Landrat Dr. Max Gimple und Krankenhaus-Verwaltungsleiter Michael Anner vehement für die neue Kapelle eingesetzt - "aus der Überzeugung, dass für die Heilung kranker Menschen die vielseitigen medizinischen und pflegerischen Leistungen einer heilsamen Ergänzung bedürfen durch die seelische Stärkung und Motivierung der Patienten sowie ihre einfühlsame menschliche Begleitung", so Götzmann.

Am Wochenende rücken die Bagger an - und der Pfarrer, der im Oktober 1992 beauftragt war, die Einweihung dieser Kapelle vorzunehmen, hat jetzt die leidige Pflicht, auch die Entsakralisierung dieses Raumes zu vollziehen. Dies wird am Samstag, 7. November, um 19 Uhr im Rahmen der letzten Eucharistiefeier geschehen. "Besonders herzlich eingeladen sind all jene, die jemals in dieser Kapelle in schweren wie frohen Stunden das Geschenk seelischer Stärkung oder trostvoller und beglückender Liturgie erfahren haben", freut sich Götzmann auf viele Gottesdienstbesucher.

Am Ende dieses letzten Gottesdienstes werden die sakralen Zeichen und Gegenstände in die Interimskapelle übertragen.

Bis in einer der nächsten Bauphasen in einigen Jahren dann ein neuer, würdiger, den Bedürfnissen entsprechender Kapellenraum zur Verfügung steht, wird ein Raum am Rande der Eingangshalle für Gebet und Gottesdienste genutzt werden können.

re/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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