Fortbildung auf der Fraueninsel

Krebspatienten wollen selbst was tun

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Schwester Scholastika von der Abtei Frauenwörth bezog sich auf die benediktinischen Regel und sprach über das Thema "Krebs und Spiritualität".

Fraueninsel - "Komplementäre Tumortherapie": So lautete das Thema für das 19. "Priener Forum" in den Seminarräumen des Klosters auf der Fraueninsel.

Die Nachfrage von Patienten nach einer komplementären Tumortherapie ist stark gestiegen. Der Wunsch, selbst etwas tun zu können, kommt bei den Patienten immer mehr zum Ausdruck. Auch in der Literatur gibt es immer häufiger Publikationen über Untersuchungen von komplementären Therapieansätzen, mit teilweise dokumentierten positiven Effekten.

Bei der Fortbildung sollten aus dem großen Angebot komplementärer Therapieansätze drei Strategien zur Diskussion gestellt werden. Den Anfang machte Schwester Scholastika von der Abtei Frauenwörth, die aus Sicht der benediktinischen Regel zum Thema "Krebs und Spiritualität" sprach. Katharina Skibinski, Assistenzärztin der Inneren Medizin an der RoMed Klinik Prien, beleuchtete Aspekte der Krebstherapie in der orientalischen Medizin und ging dabei speziell auf die Möglichkeiten ein, die Traditionelle Chinesische Medizin in die Behandlung zu integrieren. Abschließend stellte Professor Dr. Markus Schoenberg vom Rotkreuz-Krankenhaus München noch die neuesten Daten zum Effekt von sportlicher Aktivität auf Krebsentstehung und Therapie vor. Es zeigte sich, dass das Risiko an Krebs zu erkranken, durch regelmäßige körperliche Bewegung erheblich gesenkt werden kann. Die folgende Diskussion war lebhaft und informativ.

Diese traditionelle Fortbildung für ärzte wird organisiert von Professor Dr. Josef Stadler, Chefarzt der Chirurgie, und Professor Dr. Christoph von Ritter, Chefarzt der Inneren Medizin, beide an der RoMed Klinik Prien, in Zusammenarbeit mit dem Darmzentrum Prien und der Bayerischen Landesärztekammer. re

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