Der Kreisel kommt

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So soll der Kreisel nach den Vorstellungen des Planers die jetzige Kreuzung ersetzen und für einen besseren Verkehrsfluss sorgen.

Prien - Der Kreisel an der nördlichen Ortseinfahrt Priens kommt. Demnächst geht's rund, wenn der Verkehrsteilnehmer aus Richtung Rimsting oder Wildenwart in die Marktgemeinde oder von der Lujo-Brentano-Straße auf die Hauptstraße will.

Das seit vielen Jahren beklagte Nadelöhr verschwindet. "Endlich ist es gelungen, die einzig mögliche Verkehrssicherung zu erreichen", freute sich Bürgermeister Jürgen Seifert in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates. Dazu trugen gleich mehrere glückliche Umstände bei, wie der Rathauschef ausführte. So hätten zum einen die dortigen Grundeigentümer signalisiert, die notwendigen Quadratmeter abtreten zu wollen, habe das Priener Ingenieur-Büro Dippold & Gerold eine Lösung ohne die vor sieben Jahren vorlegte Planung gefunden, die noch eine Umgestaltung der Brücke vorgesehen hatte und um eine Million Euro teurer geworden wäre.

Für grünes Licht sorgte aber vor allem die von MdL Klaus Stöttner dem Bürgermeister persönlich überreichte Zusage, dass der Freistaat 80 Prozent der Kosten übernimmt - einschließlich der für Planung und Grunderwerb (wir berichteten). Dieses Geld stammt aus dem Topf "Sonderbaulast". Außerdem werde das Straßenbauamt Rosenheim 170000 Euro beisteuern. So viel hätte eine Ampel gekostet, würde statt des Kreisels eine Lichzeichenanlage entstehen. Schließlich ist der Kreisverkehr auch deshalb förderungswürdig, weil Prien die Baulast übertragen werde, über die gemeindeeigene Lujo-Brentano-Straße hinaus auch die für die übrigen betroffenen Straßen, die sich im Staatsbesitz befinden. Das bedeutet unterm Strich "die einmalige Chance" (Seifert) für Prien, lediglich ein Fünftel der auf rund 700000 Euro veranschlagten Kosten selbst schultern zu müssen.

Nach dem von Bautechniker Christian Fellner sowie von Anton Schmuck von Dippold & Gerold vorgelegten Planungsentwurf wird der Kreisel den Mindestdurchmesser von 35 Metern, die Fahrbahn eine Breite von sieben Metern aufweisen. Seifert ergänzte, das Priener Ingenieurbüro werde deshalb mit der Planung beauftragt, weil es nun schnell gehen müsse und Dippold & Gerold sich am besten mit der Materie auskenne. Dazu merkte in der Aussprache Hans-Jürgen Schuster (CSU) an, er könne nicht ganz nachvollziehen, warum für die Fachbehörden noch vor sieben Jahren eine Lösung nur unter Einbeziehung der angrenzenden Prien-Brücke denkbar gewesen sei, jetzt aber ohne. Dessen ungeachtet freue er sich. Einstimmig beauftragte der Marktgemeinderat die Verwaltung, unverzüglich einen Antrag zur Kommunalen Straßenbaulast zum Bau eines Kreisverkehrs beim "Chiemsee-Center" zu stellen.

Chiemgau-Zeitung/mt

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