Krippe: Kosten steigen

Halfing – Erneut hatten die Halfinger Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung eine Vielzahl von Bauangelegenheiten zu behandeln.

Keine Einwände bestanden gegen die Anträge von Stefan Kollai auf Abbruch und Neubau eines Wohnhauses in Racherting sowie von Andrea Aimer auf Abbruch eines landwirtschaftlichen Gebäudeteils mit Anbau einer Wohneinheit. Auch der mit diesem Bauvorhaben in Zusammenhang stehende Antrag von Rudolf und Agnes Aimer auf Errichtung eines landwirtschaftlichen Nebengebäudes erhielt das gemeindliche Einvernehmen.

Zu kontroversen Diskussion führten in den letzten Sitzungen zwei Anträge bzw. Anfragen für den Dacheinbau von Schleppgauben. Da diese nach der örtlichen Bauvorschrift nicht zulässig sind, erhielten beide Ansinnen nicht das gemeindliche Einvernehmen mit dem Hinweis, dass mit dem Bau eines Quergiebels Einverständnis bestünde. Aufgrund der unterschiedlichen Meinungen des Gremiums zu den Schleppgauben wurde von einigen Räten angeregt, zu diesem Punkt demnächst über eine Änderung der örtlichen Bauvorschrift zu beraten.

Mehr Kosten und mehr Bauzeit

Beim Neubau der Kinderkrippe führten insbesondere die brandschutzrechtlichen Forderungen zu einer Kostenmehrung sowie zu zeitlichen Verzögerungen.

Nachdem beim Landratsamt mittlerweile mit der Regierung von Oberbayern eine Lösung gefunden wurde, dürfte nunmehr einem baldigen Baubeginn nichts mehr im Wege stehen. Durch die Forderungen des Brandschutzes sowie der hauptsächlich aufgrund der Bodenbeschaffenheit erforderlichen Mehraufwendungen stiegen die Gesamtkosten für den Krippenneubau laut aktueller Berechnung um 100000 Euro auf mittlerweile 1,14 Millionen Euro. Um die Kosten nicht noch mehr nach oben zu treiben, entschlossen sich die Räte für den Einbau von Kunststofffenstern, da diese kostengünstiger als Holz- oder Holz-Alufenster sind.

Zur Gewährleistung eines ordnungsgemäßen Freizeit- und Badebetriebes wurde für das neu entstehende Freizeitgelände "Naturerlebnisweiher Halfing" nunmehr die bereits vorbesprochene Satzung einstimmig beschlossen. Diese legt fest, dass am Freizeitgelände u.a. das campieren, Grillen und offenes Feuer, Nacktbaden und auch Hunde nicht erlaubt sind. Bei Zuwiderhandlungen können sowohl ein Betretungsverbot als auch Bußgelder verhängt werden.

Beschlussfassung zurückgestellt

Zurückgestellt wurde die Beschlussfassung über den Neuabschluss eines Fischereipachtvertrages, um noch ungeklärte Detailfragen in einer Gesprächsrunde zwischen Hauptausschuss und dem Fischereiverein zu klären. Für die erforderlichen Einzäunungen am Freizeitgelände wurde der Auftrag an die Firma Uher aus Traunstein als günstigste Bieterin vergeben. Für das Ferienprogramm erhielt die Gemeinde von der Firma Profol wie auch in den Vorjahren eine Spende von 2000 Euro.

Lesen Sie mehr dazu in der Dienstagsausgabe des Oberbayerischen Volksblatts.

Quelle: rosenheim24.de

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