Plan: Kinderkrippe soll im Garten entstehen

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Auf der Südseite des Wurzelkindergartens soll eine Kinderkrippe gebaut werden.

Rimsting - Die Gemeinde will südlich des Wurzelkindergartens eine Kinderkrippe bauen. Sie soll Platz für bis zu 24 Mädchen und Buben bieten.

Ab August 2013 haben Eltern per Gesetz Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für Kinder bis zu drei Jahren. Dem muss auch die Gemeinde Rimsting Rechnung tragen.

Die Tendenz ging in der jüngsten Gemeinderatssitzung dahin, an der Nordstraße, südlich des Wurzelkindergartens auf Gemeindegrund, ein Gebäude für eine zweigruppige Krippe für zweimal zwölf Kinder zu bauen. Zuerst soll jedoch ein geeigneter Planer mit Erfahrungen im Bereich des Krippenbaus ausfindig gemacht werden, so die übereinstimmende Meinung des Gremiums.

Des Weiteren sollen Verwaltung und Kindergarten-Team ein Grobkonzept für einen Krippenbau entwickeln und mit dem Landratsamt abstimmen. Danach könnte die Planungsphase beginnen.

Großen Wert legte der Gemeinderat darauf, dass ihm eine Schätzung der Folgekosten, also vor allem für Personal und Unterhalt, vorgelegt wird.

Bürgermeister Josef Mayer erläuterte, dass die Errichtung von Kinderkrippen derzeit vom Staat mit 72 Prozent gefördert werde, allerdings nur für Projekte, die bis Ende 2013 bezugsfertig seien.

Der Bürgermeister erinnerte an die diesjährige Bedarfsumfrage, nach der eine Krippe für neun Kinder notwendig werde. Allerdings sei vom Landratsamt empfohlen worden eine zweigruppige Krippe zu planen, um zweimal zwölf Kinder unterbringen zu können.

Das Landratsamt habe auch bei einer Ortsbegehung den Standort südlich des Wurzelkindergartens befürwortet und unterstützt. Die Behördenvertreter hätten zudem die Meinung vertreten, dass dann eventuell eine gemeinsam Leitung für Kindergarten und Krippe bestimmt werden könne.

Besichtigung in Großkarolinenfeld

Bürgermeister und Mitarbeiter der Verwaltung haben bereits eine Kinderkrippe in Großkarolinenfeld besichtigt, berichtete der Rathauschef. Sie sei die derzeit einzige neu gebaute Krippe in einem eigenen Gebäude im Landkreis.

In vielen anderen Gemeinden, wie in Gstadt, seien Krippenplätze durch Um- oder Anbauten geschaffen worden, so Mayer. Die zweigruppige Krippe dort habe 850.000 Euro gekostet.

Mayer erinnerte auch daran, dass sich in Rimsting erst im Januar dieses Jahres ein Bedarf an Krippenplätzen gezeigt habe. Vorher habe es sich nur um Einzelfälle gehandelt, bei denen die Mädchen und Buben in anderen Gemeinden untergebracht werden konnten.

Der Gemeinderat vertrat einstimmig die Meinung, dass der bisherige Weg der Bemühungen um eine kinderfreundliche Gemeinde beibehalten werden solle. Die beiden Kindergärten mit insgesamt fünf Gruppen seien voll belegt, die Zahl der Geburten im vergangenen Jahr enorm hoch gewesen. Außerdem bemühe sich die Gemeinde immer, junge Familien im Ort zu halten.

Klaus Bauer (CSU) stellte mit dem Hinweis auf die Bedarfsumfrage die Frage in den Raum, ob nicht eine Gruppe mit zwölf Kindern genügen würde. Der Bürgermeister war sich aber sicher, dass sich die Nachfrage bald verdoppeln werde, wenn die Krippe erst einmal stehe.

th/Chiemgau-Zeitung

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