Diskussion bei Treffen der Bernauer Liste

Kritik am neuen Kreisverkehr

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Bernau - Beim Treffen der Bernauer Liste standen mehrere Themen auf dem Programm. Besonders der neue Kreisverkehr sorgt für Verärgerung.

Großes Interesse fand das erste Treffen im neuen Jahr, das die Bernauer Liste im Gasthof "Chiemsee" veranstaltete. Neben Anregungen und Ideen gab es auch Kritik. Georg Bauer, Philipp Bernhofer und Hansjörg Decker bekräftigten abermals, wie wertvoll dieser Dialog für ihre Arbeit im Gemeinderat ist.

Der neue Kreisverkehr an der Ausfahrt Bernau begeistert Erich Bauer wenig. Mit dem teilweise zweispurigen Ausbau und der irreführenden Fahrbahnmarkierung sei ein neuer Unfallschwerpunkt entstanden. Und Georg Hartl ist verwundert, dass man von der Tankstelle erst in Richtung Prien und um den Kreisel herum fahren muss.

Dass an der Ortseinfahrt - entgegen früheren Absichten - die Belange von Fußgängern und Radlern völlig außer Acht gelassen wird, bezeichnete Dr. Rainer Pausch als einen Planungsfehler. Das Gewerbegebiet an der Theodor-Sanne-Straße mit dem neuen Burger King sei nur mit dem Auto problemlos zu erreichen - Fußgängern bleibe lediglich die stark befahrene Bundesstraße. Eine Querung der B 305 sei vor allem nachts lebensgefährlich. Bernhofer sagte, die Bernauer Liste habe deswegen im letzten Herbst einen Antrag gestellt, doch habe anscheinend dieses Thema im Gemeinderat keine Priorität.

Einzelhandel in Schwierigkeiten

Eine Reihe von Anwesenden bedauerte die Geschäftsaufgaben in der Chiemseestraße sehr. Hält dieser Trend an, befürchtet Manfred Dederichs, würden sich auf den freiwerdenden Erbbaugrundstücken schwerlich neue Einzelhandelsgeschäfte ansiedeln. Die allseits gewünschte Belebung der Chiemseestraße bleibe somit reines Wunschdenken, woran auch das neue Rathaus nichts ändern werde. Wie Bernhofer einräumte, ist es trotz der vielen Vorschläge von Arbeitskreisen bisher nicht gelungen, für den Einzelhandel attraktive Rahmenbedingungen an der Chiemseestraße zu schaffen. Vorgeschlagene Konzepte seien leider nicht weiterverfolgt worden.

Für weiteren Diskussionsstoff sorgten die Entwicklung der Gemeindefinanzen, die Zukunft des Hitzelsbergs und die Gastronomiepläne am Chiemseeufer. Offen blieb die Frage, was mit dem Paulhaus im Kurpark geschehen solle, das seit einiger Zeit leer steht und nicht mehr von der Gemeinde vermietet wird.

re/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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