Künftig Hand in Hand

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Die Zusammenarbeit ist besiegelt: Einen Kooperationsvertrag unterzeichneten (von links) Dekanin Hanna Wirth, Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth und Rolf Negele, der Vorstand des Diakonischen Werkes Rosenheim.

Prien/Rosenheim - Die evangelische Kirchengemeinde Prien und das Diakonische Werk Rosenheim wollen in Zukunft eng zusammenarbeiten.

Einen Kooperationsvertrag unterzeichneten dieser Tage in Prien im Hotel "Fischer am See" Dekanin Hanna Wirth, Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth und Rolf Negele, der Vorstand des Diakonischen Werkes Rosenheim.

Zentrales Anliegen aller Beteiligten ist es, die beiden Institutionen wieder so zusammenzubringen, dass sie nicht nur im Innenverhältnis, sondern auch in der Außenwirkung als eine Einheit wahrgenommen werden. Der Vertrag soll die, nicht immer so sichtbare, Verbundenheit der Diakonie und der evangelischen Kirche deutlich machen. Diakonie und evangelische Kirche sind, aus ihrer eigenen Überzeugung heraus, untrennbare Bestandteile praktizierter christlicher Nächstenliebe, die wertvolle soziale Angebote für Menschen beinhaltet.

In dieser Vereinbarung ist genau festgehalten, was sowohl Kirche als auch Diakonie zu einer Zusammenarbeit beitragen werden. Die Kirchengemeinde Prien wird beispielsweise die Einrichtung der Diakonie in die Kirchengemeinde einbinden, Beratung bei kirchlichen und religiösen Fragestellungen sowie seelsorgerliche Begleitung der Mitarbeitenden leisten, Unterstützung bei der Gestaltung des kirchlichen Festkreises bieten und die Einrichtung durch den Kindergartenförderverein unterstützen.

Das Diakonische Werk Rosenheim hat sich damit einverstanden erklärt, die theologischen Hauptamtlichen bei der Erarbeitung pädagogischer Schwerpunkte mit einzubeziehen, die Rahmenbedingungen sowie die Personalsituation in Abstimmung mit der Kirche zu gestalten und Öffentlichkeitsarbeit zugunsten beider Seiten zu leisten. Über die wirtschaftliche Situation oder außergewöhnliche Entwicklungen wird das Diakonische Werk Rosenheim die Kirchengemeinde Prien informieren. In Konfliktfällen mit Mitarbeitenden oder Eltern haben diese das Recht, die Kirchengemeinde hinzuzuziehen.

Damit ist ein mustergültiges Beispiel zur Zusammenarbeit von evangelischer Kirche, Diakonie und Gemeinde entstanden. In einem nächsten Schritt soll dieser Entwurf nun auch auf Länderebene vorgestellt und umgesetzt werden. Hierbei freuen sich sowohl die evangelische Kirche als auch das Diakonische Werk über die Zusammenarbeit mit Dekanin Wirth, die dieses Vorhaben zielstrebig und engagiert angeht. Alle waren sich einig, dass die gemeinsame Arbeit transparenter gemacht werden muss, ganz nach dem Motto "Tue Gutes und rede darüber".

Im Frühjahr 2005 war Pfarrer Wackerbarth erstmalig darauf aufmerksam geworden, dass das Diakonische Werk Rosenheim Jugendsozialarbeit an Schulen anbietet. Einer ersten Kontaktaufnahme mit Markus Schmidt folgten weitere Gespräche, bis die Schulsozialarbeit ihre Dienste Anfang 2006 auch in Prien anbot. Das war der erste Schritt auf dem Weg in eine künftig enge Zusammenarbeit. Im Jahr 2007 konnte sich das Diakonische Werk Rosenheim weiter in der Gemeinde etablieren und eröffnete eine zweigruppige Kinderkrippe. Im Februar 2008 ging dann auch das "Haus Marquette" in die Trägerschaft des Diakonischen Werkes Rosenheim über.

re/Chiemgau-Zeitung

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