Riesenandrang beim Kunsthandwerkermarkt

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Besucher wie Aussteller äußerten sich positiv über die 17. Ausgabe des Kunsthandwerkermarktes.

Seeon - Trotz Wirtschaftskrise zogen die Verantwortlichen und Aussteller des schon traditionellen Kunsthandwerkermarkts in Seeon eine zufriedene Bilanz.

Die Veranstaltung, die seit 16 Jahren über Pfingsten zur ständigen Einrichtung geworden ist, zog wieder mehrere Tausend Besucher aus nah und fern an. Der außerordentlich gute Besuch am Sonntag und Montag ließ den verregneten Samstag schnell vergessen. Vor allem am Sonntag herrschte im Ort der Ausnahmezustand: Jede noch so kleine Gasse war zugeparkt, durch die Gemeinde ging's nur noch im Schritttempo und die Radfahrer taten gut daran, ihren Drahtesel zu schieben.

Spaziergänger, die die Marktbesuch mit einem Fußmarsch um den Seeoner See verbanden, konnten sich teilweise nur im Gänsemarsch fortbewegen. Das rege Treiben auf dem Marktgelände beim „Alten Wirt“ mit Livemusik und liebevollem Unterhaltungsprogramm, riss nicht ab. Ein Kommen und Gehen war zu beobachten und nur wenige Besucher verließen das Gelände ohne ein Mitbringsel.

Das ausgesuchte Kunsthandwerk der 65 Aussteller zwischen Tradition und Gegenwart, zwischen experimentell, zwischen ästhetisch und verspielt, ließ keine Wünsche am Besonderen und Schönem offen: Von Keramik- und originellen Töpferarbeiten über Leder- und Filzwaren, Schmuck bis hin zu filigranen Windspielen und vielem mehr war alles geboten, was das Herz begehrte. Zufrieden über die Markttage äußerte sich der Leder-Designer Tony Hahn, einer der vier Organisatoren. Wie der Pallinger der Chiemgau-Zeitung sagte, äußerten sich die Besucher sehr positiv über das hohe Niveau und auch von den Ausstellern habe er nur positive Rückmeldungen gehört.

„Die Stimmung war einfach toll, alles hat gepasst“, schwärmte die Keramikerin Pia Keul. Von der gegenwärtigen Wirtschaftskrise war offenbar nicht viel zu spüren: „Die Leute haben gut und gerne gekauft“, freute sich die Kunsthandwerkerin vom Samerberg. Als Mitorganisatorin habe sie auch sehr viel positive Resonanz von den Ausstellern erfahren. „Die waren mit der Organisation hoch zufrieden.“

Unter die bekannten Aussteller aus Deutschland und Österreich, die von Anfang an mit dabei sind und von den Besuchern gezielt aufgesucht werden, gesellten sich auch einige neue Gesichter und Handwerker, denen man bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen konnte.

Der Einkaufsbummel der besonderen Art wurde durch zahlreiche Aktionen und um ein umfangreiches Kinderprogramm ergänzt. So konnten die kleinen Besucher unter anderem beim Töpfern ihr künstlerisches Geschick unter Beweis stellen oder sich ihr eigenes Springseil drehen. Bestens gesorgt war auch für das leibliche Wohl. Rund um das Gelände duftete es nach Gegrilltem, Süßem oder Kaffee. Hoch zufrieden war nach Angaben der Organisatoren auch der Pächter des „Alten Wirt“.

ga

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