250 Läufer bewiesen Herz

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Groß und Klein rannten für die gute Sache beim ersten "Chiemseelauf". Fotos berger

Prien - Den gut 250 Teilnehmern beim ersten "Chiemseelauf fürs Leben" war selbst Petrus hold. Bei Sonnenschein wehte ein erfrischendes Lüftchen.

Initiiert wurde der lauf von der Irmingard-Klinik zusammen mit den Romed-Kliniken Prien und Rosenheim sowie dem Rotary-Club Chiemsee. Bevor die ersten Läufer von Priens Bürgermeister Jürgen Seifert mit dem Startschuss für den guten Zweck auf die Strecke geschickt wurden, erinnerte Dietolf Hämel, Vorstandsvorsitzender der Gesundheitswelt Chiemgau (GWC, zu ihr gehört unter anderem die Irmingard-Klinik), an die Ursprünge der Benefizveranstaltung. Ideengeberin war Dr. Dörte Fauteck, Fachärztin für Innere, Physikalische und Rehabilitative Medizin, Ärztliche Direktorin und Chefärztin der Onkologischen Rehabilitation der Klinik St. Irmingard.

GWC-Vorstandsvorsitzender Dietolf Hämel (links) und Prokurist Jens Stadler hatten ebenfalls die Laufschuhe geschnürt.

Dr. Fautek habe eine besondere Mal-Therapie für Patientinnen mit Herzerkrankungen angewendet und große Erfolge damit erzielt. "Über die Malerei haben sich die Patientinnen mehr und mehr geöffnet", berichtete Hämel. Allerdings sei diese recht kostspielig. Die Krankenkassen hätten bei der Finanzierung ein Problem gesehen.

Daher habe Dr. Fautek nach Ideen gesucht, weitere Gelder zu sammeln. Als einen der Kooperations-Partner konnte sie die Romed- Kliniken gewinnen, aber auch die Rotarier.

Hämel dankte vor allem den regionalen und überregionalen Sponsoren, die insgesamt 13.700 Euro aufbrachten. "Da sind die Startgebühren für den Lauf noch gar nicht eingerechnet."

Je nach Alter musste zwischen 800 Metern und fünf Kilometern gelaufen werden. Nach nur 15 Minuten und 20 Sekunden war Philipp Brauer wieder da. Er hatte die fünf Kilometer zum Strandbad in Rimsting und wieder zurück als Schnellster zurückgelegt.

Bei den Vier- bis Siebenjährigen lief Bastian Trabler allen anderen davon und Laura Klimt war in der Altersgruppe, die zwei Kilometer absolvieren musste, die Schnellste. Weil dort nur zwei Teilnehmerinnen antraten, starteten Hämel und GWC-Prokurist Jens Stadler kurzerhand mit.

Auch der Priener Ruderverein beteiligte sich mit einer Regatta an der Veranstaltung. 18 Teilnehmer in fünf Booten ruderten von der Uferpromenade um die Herreninsel nach Prien-Stock zurück. Hier wurde das "mutigste", also das wackligste Boot ausgezeichnet. Dr. Herbert Reuther und Dr. Philipp Jander hängte Seifert bei der Siegerehrung die Medaille gemeinsam um. Die Medaillen, neben attraktiven Preisen Lohn für die sportliche Leistung, hatten die Ergotherapeuten der Klinik selbst gebastelt.

Für den ersten "Chiemseelauf fürs Leben" hatte der bayerische Umweltminister Markus Söder die Schirmherrschaft übernommen. Hämel äußerte sich hoch erfreut, dass so viele Teilnehmer zum Lauf antraten.

Auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen und hören lassen. Zahlreiche Stände waren auf dem Klinikgelände nahe der Chiemsee-Promenade aufgebaut und warben für allerlei Themen der Gesundheitsvorsorge. In einem großen Zelt konnten sich die Besucher mit gesundem Essen versorgen und eine Modenschau einer Bad Endorfer Boutique bekam für viel Applaus.

"Schotters Jazzhaufen" sorgte für einen tollen musikalischen Rahmen und auch für die jungen Besucher war etwas geboten. Hüpfburg und Kinderschminken fanden begeisterte Resonanz.

daa/Chiemgau-Zeitung

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